
Wenn ein Steinwerkzeug verwendet wird, bilden sich Rückstände und mechanische Abnutzungsspuren, die eine Erinnerung an seine Verwendung bewahren. Das bedeutet, dass die Fülle an Steinwerkzeugen, die in den letzten Jahrhunderten an archäologischen Stätten ausgegraben wurden, ein immenses Archiv des Verhaltens der Menschen in der Vergangenheit darstellt.
Noora Taipale und Dries Cnuts vom TraceoLab der Universität Lüttich nutzen mit spezialisierten Analysemethoden diese feinen Spuren, um mehr über die manuellen Fähigkeiten, das technische Know-how, die Nutzung natürlicher Ressourcen und die Siedlungsorganisation steinzeitlicher Vorfahren zu erfahren.
In der Vortragsreihe "World Archaeology Seminars" am Österreichischen Archäologischen Institut der ÖAW stellen sie ihre Arbeit in "The Role of Functional Analysis in Understanding Late Pleistocene Lithic Technology. State of the Art, Advances, and Challenges". Sie geben Einblick in den Stand der Technik der Analysen von Abnutzung und Rückständen bei der Verwendung von Steingeräten und betonen, wie wichtig es dabei ist, verschiedene mikroskopische Techniken zu kombinieren.
Information
Termin:
29. Jänner 2025, 17:30 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 3. Stock, Seminarraum
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Mag. (FH) Sigrid Pratsch, BA
T: +43 1 51581-6101
Österreichisches Archäologisches Institut der ÖAW