
Ursprungsmythen vieler eurasischer Regionen weisen - neben vielen Unterschieden - auch strukturelle oder erzählerische Gemeinsamkeiten auf, beispielsweise die Exposition des Gründungshelden als Kind oder die zentrale Rolle eines Wolfs.
Ein Workshop an der ÖAW eröffnet eine vergleichende Perspektive auf die Ursprungsmythen eurasischer Völker und Gemeinwesen und insbesondere auf ihre metamenschlichen Grundlagen. Die Veranstaltung "Medieval Origin Myths in Eurasian Comparison: Religion and Identity" des FWF-Exzellenzcluster "EurAsian Transformations“ soll das Ausmaß möglicher Parallelen der Mythen erkunden. Die Teilnehmenden werden erörtern, auf welche Weise verschiedene ethnische oder politische Identitäten auf antiken religiösen Motiven beruhen und wie solche Motive später in buddhistischen, christlichen, islamischen oder anderen religiösen Kontexten transformiert werden können. Aus einer breiteren interdisziplinären Perspektive kann dieser Ansatz auch die Rolle beleuchten, die die Religion - und nicht die Staaten - bei der Förderung vormoderner Vorstellungen von kollektiver Identität spielen könnte.
Information
Termin:
19. bis 20. September 2024
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 3. Stock, Raum 3
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien
Kontakt:
Dr. Rita Garstenauer
T: +43 1 51581-7217
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Cluster of Excellence EurAsian Transformations
Wissenschaftlicher Kontakt:
Dr. Reinier Langelaar
T: +43 1 51581-6425
Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens der ÖAW