In den slawischen Literaturtraditionen des 18. und 19. Jahrhunderts spielte die Biene eine gewichtige Rolle: Zeitschriften von Prag bis St. Petersburg schmückten sich mit der Metapher des eifrig sammelnden Insekts, der Begriff Bienenkönigin stand Pate für zahlreiche literarische Vereine. Doch die literarischen Bienen schafften es in der Zeit des Vormärz nicht, die Barriere in den deutschsprachigen Raum zu überfliegen: Weder fand sich für slawische Werke hier ein großes Publikum, noch wurden diese in einem nennenswerten Umfang ins Deutsche übersetzt.
Das Symposium „Der literarische Transfer zwischen den slawischen Kulturen und dem deutschsprachigen Raum im Zeitalter der Weltliteratur (1770-1850). Andere Bienen…“, verschreibt sich der Untersuchung dieser hier wenig bekannten literarischen Kulturen jener Zeit. Veranstaltet vom ÖAW-Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte, der Gesellschaft für Buchforschung in Österreich, der Botschaft der Tschechischen Republik, dem Tschechischen Zentrum Wien und dem Slowakischen Institut Wien werden dabei insbesondere zwei Aspekte beleuchtet: die Wechselwirkungen slawischer Literaturtraditionen untereinander sowie die Rolle der in der Habsburgermonarchie mutmaßlich hegemonialen deutschen Sprache.
Information
Termin:
3. bis 6. November 2014
Ort:
Botschaft der Tschechischen Republik in Österreich
Penzinger Straße 11-13
1140 Wien
Kontakt:
Cornelia Hülmbauer
Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte
Tel.: +43-1-51581-3310
cornelia.huelmbauer(at)oeaw.ac.at