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Die Scharia im Russischen Kaiserreich

En internationales Symposium geht der Frage nach, wie islamisches Recht im Russischen Imperium verwirklicht wurde.

Monday 02.11.2015 , duration: 2 days
Bild: Feldstein, Wikimedia/CC
Freitagsmoschee in Buchara, erbaut im 18. Jahrhundert

Während der zweiten Hälfe des 19. Jahrhunderts lebten im Russischen Kaiserreich etwa 14 Millionen Muslime. Das riesige Imperium, das sich von Nordosteuropa bis weit nach Zentralasien ausdehnte, billigte unterschiedliche Rechtssysteme, einschließlich der Scharia. War aber „Scharia“ das, was wir heute darunter verstehen, oder gab es ein oder sogar mehrere unterschiedliche Ausprägungen islamischer Rechtsprechung?

Ein internationales Symposium am ÖAW-Institut für Iranistik mit dem Titel „Sharia in the Russian Empire“ widmet sich diesen bisher kaum diskutierten Fragen zur Diversität sowie einer vergleichenden Analyse des islamischen Rechts im Russischen Kaiserreich. Unter anderem wird es darum gehen, wie der Austausch unter den muslimischen Juristen im gesetzlichen Pluralismus des Zarenreichs funktionierte, wie das Wissen zirkulierte beziehungsweise wie die Muslime ihre legalen Ansprüche verstanden haben. Michael Kemper, Osteuropa-Experte von der Universität Amsterdam, eröffnet das Symposium mit einer grundsätzlichen Frage: “One or Two Islamic Discourses in the Russian Empire?” Die Konferenz wird vom interdisziplinären Netzwerk „Sharia in the Russion Empire“ organisiert. Das Netzwerk dient dem Austausch neuester Forschungsergebnisse hinsichtlich Primärquellen, Theorien und Ideen.

Weitere Informationen

Information

 

Termin:
2. bis 4. Novmeber 2015

Ort:
Institut für Iranistik, Seminarraum 1
Apostelgasse 23
1030 Wien

Kontakt:
Bettina Hofleitner  
Tel: +43 1 51581-6500  
Institut für Iranistik der ÖAW - IFI