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Das Rote Kreuz und die Vorstellungen Jugoslawiens

Čarna Brković von der Universität Mainz erörtert in der Vortragsreihe "Balkanforschung an der ÖAW" die Kampagne des Jugoslawischen Roten Kreuzes in den 1970er Jahren zur Neuausrichtung der Internationalen Rotkreuz-Bewegung.

Tuesday 28.01.2025 06:01 pm
© Wikimedia/Public domain/A. Sdobnikov

Das Rote Kreuz Jugoslawiens forderte in den 1970er-Jahren die Internationale Rotkreuz-Bewegung auf, ihre humanitären Grundsätze zu überdenken und die Perspektiven der Länder, die der Bewegung der Blockfreien Staaten angehören, einzubeziehen. Ihrer revolutionären Interpretation zufolge sollte die Friedensarbeit ausdrücklich Befreiungsbewegungen gegen Kolonialmächte unterstützen und aktiv gegen Rassendiskriminierung in der blockfreien Welt Stellung beziehen.

Die Kulturanthropologin Čarna Brković beleuchtet im Vortrag zum Thema "Socialist Modernist Worldmaking. Yugoslav Interventions in the International Humanitarian Debates in the 1970s" die intensiven Debatten, die dieser Vorschlag innerhalb der Internationalen Rotkreuz-Bewegung auslöste, insbesondere zu den Kernkonzepten von Humanitarismus, Rassismus, Neutralität und Frieden.Čarna Brković ist Professorin für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Universität Mainz. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Humanitarismus, Neoliberalismus, soziale Transformationen und die Anthropologie Südosteuropas.

Der hybride Vortrag findet auf Einladung des Instituts für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW in der Reihe "Balkanforschung an der ÖAW" statt.

Gesamtprogramm

Information

 

Termine:
28. Jänner 2025, 18:00 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 4. Stock, Veranstaltungsraum
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien

und online via Zoom

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Joachim Matzinger
T: +43 1 51581-7363
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW