Die individuelle Handschrift im Fokus der Mittlealterforschung

Schreiber von mittelalterlichen Handschriften entwickelten - wie alle Menschen im Lauf ihres Lebens - die individuelle Ausprägung ihrer Handschrift. Um historische Manuskripte umfassend zu verstehen, muss die Forschung auch die "Schreiberhände" in den Blick nehmen. Das war lange Zeit sehr aufwändig, denn die individuelle Art des Schreibens konnte nur auf Basis des meist raren Bildmaterials analysiert werden. Mittlerweile aber bietet die rasch fortschreitende Digitalisierung von mittelalterlichen Handschriften und Urkunden der Forschung problemlos Zugriffsmöglichkeiten auf eine Fülle von bildlichem Quellenmaterial an.
Bei der Tagung "Scribes and Hands. Old and New Methods of Scribal Identification (800-1550)" diskutieren Expert:innen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Buchgeschichte und Urkundenforschung befassen, die neuen Entwicklungen. Die klassische Paläografie profitiert dabei nicht nur von der neuen Fülle des bildlichen Quellenmaterials. Diese Art von Big Data ermöglicht zudem die Entwicklung und Anwendung von Verfahren der Digital Humanities und der Künstlichen Intelligenz auf klassische Themenbereiche der Paläografie. Die Tagung wird gemeinsam vom Institut für Mittelalterforschung der ÖAW und dem Comité international de paléographie latine organisiert.
Informationen
Termin:
17. bis 19. September 2025
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Festsaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Maria Stieglecker, MAS
T: +43 1 51581-7253
Dr. Maria Theisen
T: +43 1 51581-7256
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW