Mi, 04.11. – 05.11.2015

Psychische Gesundheit aus Sicht von Wissenschaft und Religion

Das vierte Symposion der Maimonides Lectures lädt klinische Wissenschaften ein, in ein Gespräch mit Dimensionen des Glaubens einzutreten.

Bild: Wikimedia/CC
Der Philosoph, Arzt und Gelehrte Mosche ben Maimon. Bild: Wikimedia/CC

Die vierte Runde der “Maimonides Lectures“ im Geist des Philosophen, Arztes und Gelehrten Mosche ben Maimon mit anschließendem Symposion widmet sich dem Thema Mental Health: A Dialogue between Clinical Sciences and Faith. Die klinischen Wissenschaften Psychoanalyse, Psychiatrie und Psychotherapiewissenschaften werden eingeladen, in ein Gespräch mit Dimensionen des Glaubens einzutreten.

Jahrtausende hindurch sammelte der religiöse Glaube Erfahrungen mit dem menschlichen Leiden. In der Bibel spricht Gott zum Volk Israel durch Mose: “Ich bin der Ewige, dein Arzt“ (2. Mos. 15, 26). Das Leiden kann von außen verursacht sein, wie in den verschiedenen Formen der Verfolgung, des Genozids, des Krieges, der Vertreibung, Flucht oder Migration. Jedoch ist nicht seltener eine innere Ursache am Werk: zwischen Anteilen im Inneren eines Menschen entfacht sich ein unerbittlicher Konflikt.

Auch das historisch viel jüngere Wissen der genannten klinischen Disziplinen hat Erfahrungen mit dem “inneren Ausland“ (in Freuds Worten) sowie mit äußeren Determinanten des psychischen Leidens gesammelt.

Der Begegnung zwischen Religion und Psychoanalyse widmet sich die Keynote Lecture des Psychoanalytikers H. Shmuel Erlich (IL) Will two walk together except they have agreed? On the encounter between psychoanalysis and religion.

Im Laufe des Symposions werden die Psychoanalytikerin Erla Maria Ammerer (A) vom Standpunkt der psychoanalytischen Klinik und der evangelische Theologe Herman Westerink (NL) aus dem Blickwinkel der theologischen Seelsorge die vielfachen Aspekte der Beziehungen zwischen Religion und Psychoanalyse herausarbeiten. Der Beitrag von David Vyssoki und Stefan Strusievici (A) wird sich dem Schwerpunkt des transgenerationalen Traumas auf der Basis ihrer klinischen Arbeit am Psychosozialen Zentrum ESRA widmen. David Meghnagi (I) wird den Beitrag der Freud'schen Traumdeutung nicht nur für die klinischen Wissenschaften, sondern auch für ein tieferes Verständnis der gesellschaftlichen Phänomene des Vorurteils und der Diskriminierung hervorheben.

Weitere Informationen


Die Maimonides Lectures werden organisiert und wissenschaftlich konzipiert von:
w.M. Hans-Dieter Klein und w.M. Patrizia Giampieri-Deutsch

Maimonides Lectures

 

Informationen

 

Termin:
4. bis 5. November 2015

Ort:
Festsaal der ÖAW
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien

Theatersaal der ÖAW
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien

Kontakt:
Dr. Marianne Baumgart
T +43 1 51581-1290
Österreichische Akademie der Wissenschaften


 

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