
PD Dr. Philipp Hofeneder
… studierte Russisch, Polnisch und Osteuropäische Geschichte in Wien, Warschau und Moskau und promovierte im Jahr 2010 mit einer Arbeit über die Entwicklung der ukrainischen Standardsprache in Galizien, die er anhand von Schulbüchern untersuchte. 2021 habilitierte er sich an der Karl-Franzens-Universität Graz im Fach Übersetzungswissenschaft mit einer Arbeit zum Wissenstransfer in imperialen Gesellschaften. In seiner Forschung konzentriert er sich auf historische Phänomene des Wissenstransfers und die damit verbundenen Kommunikationsformen, insbesondere in der Habsburgermonarchie, im russischen Zarenreich und der Sowjetunion. Neben der Arbeit an bibliografischen Datenbanken integriert er seit einiger Zeit Datenvisualisierungen als Forschungsmethode und interessiert sich für das Spannungsverhältnis zwischen „digitalen” und „traditionellen” Geisteswissenschaften.
Am ACDH ist er Teil der Forschungseinheit DH Forschung & Infrastruktur und leitet das Projekt Übersetzungsräume. Die Zirkulation von Wissen in der Habsburgermonarchie von 1848 bis 1918.
Publikationen
- The circulation of knowledge vs the mobility of translation or how mobile are translators and translations? / Hofeneder, Philipp.
Translation flows: Exploring networks of people, processes and products. Hrsg. / Ilse Feinauer; Amandas Marais; Marius Swart. Amsterdam: John Benjamins, 2023. S. 23 - 42. - Kommunikationskanäle der sowjetischen Translationspolitik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. / Hofeneder, Philipp.
Historische Translationskulturen. Streifzüge durch Raum und Zeit. Hrsg. / Pekka Kujamäki; Susanne Mandl; Michaela Wolf. Narr Francke Attempto, 2020. S. 121 - 133. - Übersetzer als translatorisch handelndes Kollektiv. Überlegungen zu einem Übersetzerbegriff am Beispiel des russischen Zarenreichs. / Hofeneder, Philipp.
Das WIE des Übersetzens. Hrsg. / Aleksey Tashinskiy; Julija Boguna. Frank & Timme, Verlag für wissenschafltiche Literatur, 2018. S. 127 - 146. - Sowjetische Translationskultur. Das Übersetzungswesen als ein Instrument der Heterogenisierung. / Hofeneder, Philipp.
Going East: Discovering New and Alternative Traditions in Translation Studies. Hrsg. / Larisa Schippel; Cornelia Zwischenberger. Frank & Timme, Verlag für wissenschafltiche Literatur, 2017. S. 339 - 363. - Slavische Rechtsgeschichte übersetzt. Wacław Maciejowski im Kontext der Nationalisierung des 19. Jahrhunderts. / Hofeneder, Philipp.
„Neue Bienen fremder Literaturen“. Der literarische Transfer zwischen den slawischen Kulturen und dem deutschsprachigen Raum im Zeitalter der Weltliteratur (1770-1850). Hrsg. / Gertraud Marinelli-König; Philipp Hofeneder. Harrassowitz, 2016. S. 233-246. - Übersetzungsprozesse in der Habsburgermonarchie: Galizien im Spannungsfeld von Sprachen, Varietäten und Schriftsystemen. / Hofeneder, Philipp.
Deutsch und die Umgangssprachen der Habsburgermonarchie. Hrsg. / Ewa Cwanek-Florek; Irmgard Nöbauer. PAN-Wissenschaftliches Zentrum in Wien, 2014. S. 185 - 206. - Ruthenische Kulturarbeit in Galizien. Die Druckerei von Mychajlo Bilous in Kolomyja als ein Zentrum der russophilen Bewegung. / Hofeneder, Philipp.
Mehrsprachigkeit in Zentraleuropa. Zur Geschichte einer literarischen und kulturellen Chance. Hrsg. / András F. Balogh; Christian Leitgeb. Praesens, 2012. S. 135 - 160.
