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Robin-M. Aust

… arbeitet an der Universität Bielefeld (SFB1288 ›Praktiken des Vergleichens‹, TP E06/AG Herrmann) zu Schweizer Literatur und digitaler Literaturanalyse. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft der HHU Düsseldorf und promovierte dort zu Stil und Persona Thomas Bernhards sowie deren Rezeption und Fortschreibung in der Gegenwartsliteratur. Seine weiteren Forschungsgebiete umfassen u. a. Intertextualität und Intermedialität, Metafiktionalität und Praktiken der Inszenierung von Autorschaft sowie digitale Literatur(-wissenschaft) und (Literatur-)Comics. Zudem vertritt er aktuell die Redaktionsleitung der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (ZfdG).

In Zusammenarbeit mit dem ACDH und der FTB erprobt Robin-M. Aust digitale Methoden zur Analyse von insbesondere Bernhards Prosawerk. Der Fokus liegt dabei auf computationellen, sprach- und stilanalytischen Zugriffen.


Anastasia Baillie-Spegalskaya

Die soziolinguistischen Interessen von Anastasia Baillie-Spegalskaya liegen schwerpunktmäßig im Bereich der Sprachpolitik- und Sprachideologieforschung im Zusammenhang mit der Konstruktion einer nationalen österreichischen Identität im Kontext von Österreichs Zweiter Republik. Vor diesem Hintergrund arbeitet sie an ihrer Dissertation mit dem Titel " 'Austrian German' and the Soviet Occupation Power 1945–1955. On Language Ideology and Language Policy in the Early Phase of the Second Austrian Republic". Als Gastforscherin an der Abteilung Sprachwissenschaft des ACDH kooperiert sie insbesondere mit dem dort angesiedelten Projekt “Geschichte und Philosophie der linguistischen Forschung zur deutschen Sprache in Österreich”.    

Darüber hinaus ist sie als Instructional Designer und E-Learning-Entwicklerin beruflich aktiv. Sie verbindet dabei ihren journalistischen Hintergrund (Master-Abschluss an der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau) und ihren Master-Abschluss im Fach Austrian Studies an der Universität Wien mit ihrer Expertise in der Entwicklung von E-Learnings für den Einsatz in internationalen Organisationen, FinTechs, der Fachhochschul-Lehre und anderen Bereichen. Derzeit ist sie in diesem Berufsfeld an der Fachhochschule Wien der WKW tätig. 


Andreas Baumann

… ist Assistenzprofessor für Digitale Linguistik am Institut für Germanistik der Universität Wien. Er hat Allgemeine und Angewandte Linguistik sowie Mathematik an der Universität Wien studiert, wo er auch in Cognitive Science promoviert hat. Von 2019 bis 2022 war er Principal Investigator in zwei Projekten zur semantischen und emotionalen Dynamik im in Österreich gesprochenen Deutsch (DYLEN, DYSEN). Bis 2023 war er Koordinator für Digital Humanities an der Universität Wien. Andreas war Gastforscher an der Universität Stellenbosch (Südafrika) und der Universität Turin (Italien) und unterrichtet regelmäßig Kurse zu Computerlinguistik und Natural Language Processing an der Adam Mickiewiczk Universität in Posen (Polen). In seiner Forschung kombiniert Andreas Methoden aus der mathematischen Ökologie, der Datenwissenschaft und der Korpuslinguistik, um die Entwicklung, Komplexität und Vielfalt von Sprachen zu untersuchen.

Als Gastforscher am ACDH ist Andreas Baumann mit der Research Unit Linguistik assoziiert, wo er an der Erforschung des semantischen Wandels der deutschen Sprache in Österreich mitarbeitet und untersucht, wie dieser auf der Grundlage großer Korpusdaten rechnerisch modelliert werden kann.


Wolfgang U. Dressler

… (* 1939 in Wien) studierte Linguistik und Klassische Philologie in Wien, Rom und Paris. Er lehrte zunächst Linguistik in Wien, an der UCLA und der Ohio State University, war ordentlicher Professor in Wien von 1971 bis 2008, danach Leiter der Arbeitsgruppe “Komparative Psycholinguistik” am dortigen Institut für Sprachwissenschaft und Forscher im Austrian Centre for Digital Humanities (bzw. seinen Vorgängern) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Professor Dressler ist wirkiches Mitglied derselben und Mitglied von sechs weiteren Akademien, Dr. h.c. der Sorbonne sowie der Universitäten von Athen und Posen.

Seine gegenwärtigen Hauptforschungsgebiete sind korpus-basiert und beschäftigen sich mit Morphologie, Spracherwerb, Morphonotaktik, experimentellen Studien des mentalen Lexikons und poetischem Okkasionalismen. Er ist (Ko-)Autor von mehr als 600 Publikationen.


Stephanie Evert

Prof. Dr. Stephanie Evert ist Inhaberin des Lehrstuhls für Korpus- und Computerlinguistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nach ihrem Studium der Mathematik, Physik und Anglistik promovierte sie an der Universität Stuttgart im Fach Computerlinguistik. Zu ihren zentralen Forschungsthemen gehören die quantitative Methodologie der Korpuslinguistik, multivariate Analyse und distributionelle Semantik, angewandte Korpusstudien und Digital Humanities, Werkzeuge zur Verarbeitung großer Textkorpora, die Digitale Hermeneutik als Kombination menschlicher Interpretation mit maschinellen Verfahren sowie Sprachtechnologie und deren Anwendungen. Sie ist seit 2025 ordentliches Mitglied der Bayrischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) und befasst sich dort insbesondere mit dem Aufbau einer lexikographischen Forschungsdatenbank im Rahmen des Akademienzentrums Digitale Lexikographie (ADL).

Als Gastforscherin an der Abteilung Sprachwissenschaft des Austrian Centre for Digital Humanities trägt Stephanie zur Vernetzung von lexikographischen Projekten an der ÖAW mit der BAdW und dem ADL bei. Außerdem führt sie gemeinsame Forschungsarbeiten im Bereich der Dialektologie und der Repräsentation von Dialekten in Large Language Models durch.



Christine Gruber

… promovierte 1983 in Geschichte und Alte Geschichte an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die biographische Lexikographie und Personengeschichte sowie Digital Humanities.

1983–2023 für das „Österreichische Biographische Lexikon 1815-1950“ als Redakteurin für die Bereiche Bildende Kunst und Journalistik tätig, war sie 2009–2012 stellvertretende Leiterin des Instituts „Österreichisches Biographisches Lexikon und Biographische Dokumentation“ und von 2013 bis 2017 Koordinatorin der Forschungsstelle für das Österreichische Biographische Lexikon am Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung. 2015–2024 war sie Chefredakteurin des Österreichischen Biographischen Lexikons und fungierte 2015–2020 als stellvertretende Leiterin des Projekts „Mapping Historical Networks: building the new Austrian Prosopographical | Biographical Information System (APIS)“. Christine ist Mitinitiatorin des europäischen „Biographie-Portals“.

Derzeit ist sie Gastforscherin am ACDH in der Research Unit DH Forschung&Infrastruktur.


Matthias Guschelbauer

… studiert Musikwissenschaft an der Universität Wien (PhD seit 2023). Praktika führten ihn ans Max-Reger-Institut Karlsruhe, die ÖAW und ins Dommusikarchiv St. Stephan Wien. Seit 2022 befasst er sich als Mitarbeiter der New Senfl Edition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit der Edition von geistlicher und weltlicher Musik der Frühen Neuzeit. In seinem Dissertationsprojekt erforscht er mit interdisziplinären Ansätzen Materialität, Inhalt und Rezeption des Chorbuchs D-Mbs Mus.ms. C aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Derzeit ist Guschelbauer als Gastforscher am ACDH mit der Abteilung Musikwissenschaft assoziiert. Im Rahmen seiner Dissertation ist er Teil des Young Researchers Network und kann damit an die Schwerpunkte Musikikonographie, Musikmanuskripte und Habsburgische Musikgeschichte des Institutes anknüpfen.

 


Richard Hadden

… ist Postdoktorand an der Universität Graz. Sein Hauptinteressengebiet ist die digitale Prosopographie: Er arbeitet am Projekt „Managing Maximilian (Digitising Maximilian)“. Er studierte Französisch, Spanisch und Italienisch an der University of Durham, bevor er der Verlockung der Digital Humanities erlag. Im Jahr 2012 schloss er einen MA am University College London ab, bevor er sich dem DiXiT (Digital Scholarly Editions Initial Training Network) Marie Curie Fellowship als Early Stage Researcher anschloss. An der Universität Maynooth, Irland, arbeitete er drei Jahre lang an dem Projekt „Letters of 1916“. Seine Promotion zum Thema Textmodellierung in digitalen wissenschaftlichen Editionen und Textsammlungen wurde 2018 abgeschlossen.

Derzeit ist Richard Gastforscher am Österreichischen Zentrum für Digitale Geisteswissenschaften, im Team Prosopographie und Vernetzung. Er arbeitet mit Mitgliedern des Teams am APIS-System und mit Kollegen des Instituts für Mittelalterforschung zusammen.


Leonhard Huber

… studierte von 1998 bis 2002 Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der FH Eisenstadt. In der Folge sammelte er umfangreiche Praxiserfahrung auf dem Gebiet der Digital Humanities, u. a. entwickelte er für die Oesterreichische Computer Gesellschaft (OCG) einen Kurs-Syllabus für eine Cultural Heritage Digitisation License. L. Huber ist Ars Electronica-Preisträger und komponiert seit 1998. Im Rahmen der Ausstellungsgestaltung „medien.welten“ am Technischen Museum Wien (TMW) zeichnete er für die Recherche historischer Inhalte und deren Präsentation als digitale Erzählformate verantwortlich. Von 2005 bis 2022 arbeitete er an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in den Bereichen Software-Entwicklung und Qualitätsmanagement. Nunmehr an der Nachfolgeorganisation GeoSphere Austria, ist er seit 2024 ebendort Informationssicherheits-Risikomanager.

Seine Tätigkeit am ACDH in der Abteilung Musikwissenschaft wird 2026 insbesondere Archivbestände und Chroniken des Wiener Schubertbundes (gegründet 1863) im Fokus haben. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen sowohl zur musikwissenschaftlichen (Schubert-)Forschung beitragen, als auch Ausgangspunkte für eine geplante Dissertation im Rahmen seines laufenden Studiums an der Universität Wien sein. Sein Vorhaben wird voraussichtlich im Feld von Musikgeschichte, Ästhetik (performative Praxis und Rezeptionsforschung) und Semiotik angesiedelt sein.


Mary Elizabeth Kirchdorfer

… studierte Harfe an der Universität Augsburg (2016), bevor sie eine Assistenzstelle an der University of Minnesota annahm, wo sie 2018 ihren Master in Musikwissenschaft abschloss. Mit einem Fulbright-Lehrassistenzstipendium zog Mary nach Österreich (2018–2020). Während der Pandemie unterrichtete sie Harfe in ihrem Studio in Wien und arbeitete als musikwissenschaftliche Assistentin für das Projekt The Young Beethoven, or Beethoven the Younger mit Dr. John Wilson an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Derzeit ist sie Dozentin für Musikgeschichte am Institute of European Studies (IES Abroad) und Mitarbeiterin des FWF/WEAVE-Projekts „Konzertleben in Wien: 1780–1830." Sie arbeitet an ihrer PhD in Musikwissenschaft an der Universität Wien, die von Prof. Dr. Birgit Lodes betreut wird. Ihre Forschungsinteressen umfassen Gender Studies, Musikikonographie, Frauengeschichte und Harfenpädagogik. Derzeit konzentriert sich ihre Doktorarbeit auf die Rollen und Netzwerke von Frauen im Wiener Konzertleben.


Michael Kurzmeier

… ist Postdoktorand in den Digital Humanities und derzeit als Technical Officer bei DARIAH tätig. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung digitaler Forschungsinfrastrukturen, insbesondere in den Bereichen Web Archives , born digital content und politischer Kommunikation in digitalen Räumen. Er promovierte an der Maynooth University mit einer Dissertation über politische Kommunikation durch Web-Defacements. Anschließend absolvierte er eine Postdoc-Position an der University College Cork, wo er zur Entwicklung wissenschaftlicher Editionen für digitale Inhalte beitrug. Zudem war Dr. Kurzmeier aktiv im WARCnet-Projekt engagiert und spielt eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung von Forschungsmethoden für Web-Archive.

Als Gastforscher der Research Unit DH Forschung & Infrastruktur am Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) arbeitet Dr. Kurzmeier an der Integration von Datenquellen in die DARIAH-Publikationsplattformen und koordiniert das Editorial Board sowie die Datenaufnahmeprozesse für den SSH Open Marketplace. Durch seine Arbeit trägt er zur Entwicklung nachhaltiger und interoperabler digitaler Infrastrukturen bei, die den Zugang zu und die Nutzung von Forschungsressourcen erleichtern.


Sarah Lentz

… ist Postdoktorandin am Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bremen und seit Anfang 2025 Projektleiterin des durch die Universität Bremen geförderten Fokusprojekts Alle an Bord! Ungleiche Mobilitäten, Unterwegssein als Praktik und mobile Räume der Frühen Neuzeit. Sie studierte Geschichte, Medienkultur und Neuere deutsche Literatur an der Universität Hamburg und erwarb ein Diploma in American Studies am Smith College, Massachusetts. Ihre Dissertation über deutschsprachige Antisklavereiaktivist:innen wurde mit dem Dissertationspreis der Universität Bremen ausgezeichnet. Von 2021 bis 2025 war sie Associated Junior Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst.

Aktuell ist sie Gastforscherin am Austrian Centre for Digital Humanities in der Forschungseinheit Literaturwissenschaft & Printkulturforschung. Im Rahmen des Teilprojekts Marginalisierte Mobilitäten ihres Fokusprojekts (finanziert durch die KI-Förderung der Universität Bremen) arbeitet sie gemeinsam mit Nina C. Rastinger daran, deren ursprünglich für das Wienerische Diarium entwickelten Workflow zur semiautomatischen Erschließung frühneuzeitlicher Fremdenlisten für das Regensburgische Diarium zu adaptieren.


Elisabeth Maier

... hat das Studium der Musik- und Theaterwissenschaften und der Katholischen Fachtheologie an der Universität Wien, sowie ein Klavierstudium am Konservatorium der Stadt Wien absolviert. Sie war bzw. ist Mitarbeiterin an der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek (1970–1980), des Anton Bruckner Instituts Linz (seit 1978; 1987–2005 dessen Geschäftsführerin) sowie der vormaligen Kommission für Musikforschung bzw. Abteilung Musikwissenschaft des Instituts für kunst- und musikhistorische Forschungen (jetzt ACDH) der ÖAW (ab 1981). Seit 1993 ist Elisabeth Generalsekretärin der Wiener Katholischen Akademie, von 2014 bis 2017 war sie auch deren Präsidentin. Von 2012 bis 2015 war sie Präsidentin bzw. 2016 bis 2021 Vizepräsidentin der „Edith Stein Gesellschaft Österreich“.

Seit 2006 geht Elisabeth mit Unterbrechungen immer wieder als Gastforscherin an der Abteilung Musikwissenschaft des ACDH ihren Forschungen nach.


Katja Maierhofer

… untersucht die Geschichte der germanistischen Sprachwissenschaft aus wissenschaftsphilosophisch-erkenntnistheoretischer Perspektive. Ihre weiteren Forschungsinteressen sind auf den Gebieten Geistesgeschichte, Nation Building der Zweiten Österreichischen Republik und linguistische Identitätskonstruktion angesiedelt. Nach dem Studienabschluss der Fächer Deutsch, Mathematik und Latein (Lehramtsstudium) begann sie im Jahr 2019 parallel zur Tätigkeit als AHS-Lehrerin das Doktoratsstudium der Germanistik an der Universität Wien. Im Frühjahr 2022 unterrichtete sie als ÖAD-Lektorin am Institut für Deutsche Sprache und Literatur am ELTE Campus Szombathely (Ungarn). Im akademischen Jahr 2022/23 führte sie ein Doctoral Research Fellowship an das Austrian Marshall Plan Center for European Studies an der University of New Orleans (Louisiana, USA). Seit Herbst 2024 übt sie eine Tätigkeit zur wissenschaftlichen Betreuung der Bibliotheksbestände des Stiftes Admont aus.

Katjas Dissertation mit dem Titel „Sprachwissenschaft als Ideologie“ wird von Manfred Glauninger betreut und ist Teil des Projekts „Geschichte und Philosophie der linguistischen Forschung zur deutschen Sprache in Österreich“ in der Research Unit Sprachwissenschaft am ACDH.



Claudia Mattes

… arbeitet seit Juli 2024 als Universitätsassistentin (prae doc) am Institut für Germanistik an der Universität Wien. Ihr Forschungsinteresse ist an der Schnittstelle zwischen Sprachwissenschaft und Digital Humanities angesiedelt, konkreter in der Digitalen Linguistik, mit einem Fokus auf der Grammatikalisierung von non-kanonischen Konstruktionen, im Speziellen Passivformen, in deutschen Korpora.

Am ACDH ist sie Teil der Forschungseinheit „Sprachwissenschaft“ sowie im Netzwerk für Nachwuchswissenschaftler:innen. Für ihre Dissertation zum sogenannten „gehören-Passiv“ arbeitet sie mit den vielzähligen Korpora, die am Institut gehostet werden, unter anderem dem Austrian Media Corpus (amc), ParlaMint-AT und dem Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich (WBÖ).

Aitana Menárguez Box

… ist Doktorandin an der Universitat Politècnica de València in Spanien, wo sie Mitglied der Pattern Recognition and Human Language Technology Research Group ist. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Informatik und einen Master-Abschluss in Künstlicher Intelligenz, Mustererkennung und Digitaler Bildverarbeitung. Seit ihrem Bachelorstudium konzentriert sich ihre Forschung auf die Anwendung künstlicher Intelligenz auf musikbezogene Probleme. Ihre akademische Arbeit verbindet maschinelles Lernen, Mustererkennung und Musikinformationsverarbeitung. Neben ihrer Forschungstätigkeit hat sie auch ein Musikstudium im Fach Klavier absolviert und sich mit verschiedenen Repertoires beschäftigt.

Während ihres Forschungsaufenthalt am ACDH ist Aitana der Research Unit Musikwissenschaft angegliedert. Ihre Forschung konzentriert sich auf die automatische Erkennung und Modellierung von Musik in alten Manuskripten mit dem Ziel, historische Quellen digital durchsuchbar und computergestützt interpretierbar zu machen. Ihr besonderes Interesse gilt der Schnittstelle zwischen Musikwissenschaft, Computerlinguistik und Künstlicher Intelligenz.


Barbara Plank

Prof. Dr. Barbara Plank ist Inhaberin des Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz und Computerlinguistik an der LMU München, wo sie das Zentrum für Informations- und Sprachverarbeitung mitleitet und das Münchner KI- und NLP-Labor leitet. Nach ihrem Informatikstudium und ihrer Promotion in Computerlinguistik hatte sie Forschungs- und Lehrstellen in ganz Europa inne und schlug dabei Brücken zwischen maschinellem Lernen, Linguistik und Kognitionswissenschaft. Ihre Forschung konzentriert sich auf menschenzentrierte und inklusive NLP, einschließlich mehrsprachiger und ressourcenarmer Modellierung. Ihr besonderes Interesse gilt der Weiterentwicklung einer verantwortungsvollen und datenzentrierten KI, einschließlich Modellrobustheit, Generalisierung und menschenzentrierten Ansätzen zur Modellierung und Bewertung großer Sprachmodelle.

Barbara engagiert sich aktiv für die Förderung interdisziplinärer Forschungskooperationen und ist derzeit Gastwissenschaftlerin in der Linguistikabteilung des Austrian Centre for Digital Humanities, wo sie die Zusammenarbeit zwischen der NLP/KI-Forschung und dem ACDH im Bereich der Sprachtechnologie für nicht standardisierte Sprachen und Dialekte fördert.

 


Tamara Radak

… ist Postdoktorandin am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Wien. Nach einem Doktorat im Bereich der irischen und britischen modernistischen Literatur und Kultur war sie von 2020-2022 Committee Member der COST-Action Distant Reading for European Literary History. Aus dieser Kollaboration ging ein Paper zu digitalen Methoden im Kontext literarischer Periodisierung unter ihrer Erstautorinnenschaft hervor: https://open-research-europe.ec.europa.eu/articles/3-128/v2. Sie ist Teil des Executive Committee der Irish Society for Theatre Research, wo sie sich insbesondere digitalen und postdigitalen Aspekten zeitgenössischer Performance widmet. Zurzeit arbeitet Tamara Radak an einer Monografie zum Thema Networked Activist Media Practices in Feminist Protest Movements in Ireland and the United Kingdom, 1970-2020, in der sowohl der digitale Raum als Ort aktivistischen Handelns als auch die Einsatzmöglichkeiten digitaler Methoden für die Kulturwissenschaften eine zentrale Rolle spielen.

Als Gastforscherin am ACDH ist Tamara Radak mit der Research Unit Literaturwissenschaft & Printkulturforschung assoziiert, wo sie insbesondere im Kontext des Projekts Autorschaft und Aktivismus die Schnittstellen zwischen digitalen Methoden und (post)digitalem Aktivismus, insbesondere im Kontext von data feminism untersuchen wird.


Jutta Ransmayr

… ist assoziierte Professorin für Fachdidaktik Deutsch am Institut für Germanistik und dem Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sprachvariation, auch im Hinblick auf den Unterrichtskontext, Sprachnormen, Sprachpolitik und Korpuslinguistik. Jutta war seit 2011 Mitarbeiterin des ICLTT (Institut für Korpuslinguistik und Texttechnologie), wo sie eine führende Rolle beim Aufbau des Österreichischen Medienkorpus (amc) einnahm. Ein Korpus, das sie auch weiterhin verwaltete, als sie 2015 zum ACDH kam, neben anderen Forschungs- und Netzwerkaktivitäten im Bereich des österreichischen Standarddeutsch und der Korpusdatenerfassung (z. B. Maturatext-Korpus). Sie ist eine österreichische Vertreterin im Rat für deutsche Rechtschreibung und eine der österreichischen Delegierten in der EFNIL (European Federation of National Institutions for Language), in der das ACDH eine der beiden Institutionen ist, die Österreich vertreten.


Renato Rocha Souza

… ist Forscher, Professor und Datenwissenschaftler mit über 20 Jahren Erfahrung in den Bereichen angewandte Mathematik, Informatik, Datenwissenschaft, maschinelles Lernen, Deep Learning, Natural Language Processing, generative KI, Informationswissenschaft, Wissensorganisation und -darstellung, Wissensmanagement, Bildung und Forschung. Er forscht auch in den Bereichen Bankwesen und Finanzen, Politikwissenschaft, Recht, Wirtschaft und Demografie, öffentliches Gesundheitswesen, digitale Geisteswissenschaften, Linguistik und Bildung. Renato hat einen Bachelor in Elektrotechnik, ein Postgraduiertenstudium in Technologie und Bildung, einen Master in Produktionstechnik und einen Doktortitel in Informationswissenschaft. Er absolvierte vier Postdocs in Informatik und Digital Humanities (UK, USA & Österreich).
Seine internationale akademische Erfahrung umfasst Positionen als Gastwissenschaftler (University of South Wales, UK), Gastforscher (Columbia University, NY) und wissenschaftlicher Mitarbeiter (Österreichische Akademie der Wissenschaften), sowie Professor, Forscher, Forschungsleiter, Datenwissenschaftler, Dekan einer Universitätsabteilung, Dekan einer Unternehmensuniversität und Startup-Direktor. Er arbeitete an staatlichen und privaten Universitäten und an anderen Forschungseinrichtungen, K-12 und High Schools. Er war auch außerhalb der akademischen Welt tätig, z. B. in Unternehmen der Technologiebranche, im Finanz- und Bankensektor, in Think Tanks, Start-ups und als Berater.

Als Gastforscher möchte Renato einen Beitrag zu den korpora-basierten Projekten leisten und bei den Projekten zu Rechtschreibvarianten und Synonymen helfen.



Günter Stummvoll

… hat Musikwissenschaft an der Universität Wien (BA 2016; MA 2019, PhD seit 2021) und der Columbia University in New York City/USA (Visiting PhD 09–12/2023), sowie Journalismus und Medienmanagement an der FH Wien (BA 2011) studiert. Seit 2018 ist Günter Stummvoll wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Angewandte Musikforschung der Universität Krems, seit 2025 wissenschaftlicher Leiter der Historischen Musiksammlungen der Universität Krems. Für seine Masterarbeit ist er mit dem Masterpreis des Wiener Instituts für Musikwissenschaft ausgezeichnet worden; für seine Forschungsarbeit erhielt er diverse Stipendien. Neben dem Dissertationsprojekt „Die Musiksammlung Harrach im 18. Jahrhundert“ ist die Wiener Tanz- und Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts ein weiterer Forschungsschwerpunkt.
Im Rahmen seiner Dissertation ist er am ACDH mit der Abteilung Musikwissenschaft assoziiert und partizipiert am Young Researchers Network des Instituts. Besonders die Erforschung der österreichischen Musikgeschichte des 17. bis 19. Jahrhunderts ist jener Schwerpunkt der Abteilung, an den Stummvoll intensiv anknüpft.


Gabriel Viehhauser

… hat Germanistik an der Universität Wien studiert und sich in mittelalterlicher Literatur spezialisiert. Nach der Mitarbeit an einem digitalen Editionsprojekt an den Universitäten Basel und Bern zu Wolframs von Eschenbach Parzival und Kurzaufenthalten in München und Göttingen hatte er die Professur für Digital Humanities an der Universität Stuttgart inne. Seit April 2024 ist er Professor für digitales Edieren an der Universität Wien. Er ist Mitglied im Beirat des Mediävistenverbandes und Vorsitzender der Kommission für die Edition mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Texte in der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Editionen. In seiner Forschung hat sich Gabriel Viehhauser zuletzt insbesondere mit der Kombination von digitalen Methoden der Editorik mit textanalytischen Methoden beschäftigt, etwa mit der Übertragung von Text-Reuse-Methoden auf intertextuelle Phänomene der Textvarianz sowie mit der Ausweitung editorischer Techniken auf multimodale Quellen und solche, die abseits der Printparadigmas stehen (etwa mittelalterliche und digitale Literatur).

Am ACDH arbeitet er demgemäß an der Abteilung Literaturwissenschaft und Printkulturforschung insbesondere mit jenen Projekten zusammen, die sich mit digitalen Editionen, aber auch deren digitaler Auswertung und Archivierung beschäftigen.


Ulrike Wagner

… studiert Musikwissenschaft an der Universität Wien (seit 2021 PhD). Seit 2018 arbeitet und forscht sie in Musikarchiven unterschiedlicher niederösterreichischer Klöster. Von 2018–2020 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Kloster_Musik_Sammlungen“, seit 2021 ist sie Dissertantin im Musikarchiv Stift Klosterneuburg. In ihrem Dissertationsprojekt, gefördert durch die Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich, beschäftigt sie sich mit den persönlichen Verflechtungen im Musikleben des Großraum Wien zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Im Zuge dessen setzt sie sich intensiv mit den archivalischen Beständen von monastischen Sammlungen auseinander. Dementsprechend liegen ihre Forschungsschwerpunkte im Bereich der österreichischen Musikgeschichte (18./19. Jahrhundert), der Kirchenmusik sowie der Biografieforschung. Von 2017–2022 war sie Stipendiatin der österreichischen Studienstiftung Pro Scientia.
Derzeit ist Wagner als Gastforscherin am ACDH mit der Abteilung Musikwissenschaft assoziiert. Im Rahmen ihrer Dissertation partizipiert sie im Young Researchers Network und kann damit an die Schwerpunkte Klostermusikgeschichte und Biografieforschung des Institutes anknüpfen.


Anja Wittibschlager

… forscht und lehrt aktuell als Universitätsassistentin (prae doc) am Institut für Germanistik der Universität Wien im Fachbereich Sprachwissenschaft. Davor war sie wissenschaftliche Projektmitarbeiterin im Spezialforschungsbereich „Deutsch in Österreich. Variation – Kontakt – Perzeption“ („SFB DiÖ“) (FWF F60, Projektleitung: Alexandra N. Lenz). Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen insbesondere (morpho-)syntaktische, pragmatische und lexikalische Variation. In ihrer Dissertation widmet sie sich der variationslinguistischen Analyse des morphosyntaktischen Phänomens Konjunktiv II (Betreuerin: Alexandra N. Lenz).

Als Gastforscherin am ACDH der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist Anja Wittibschlager der Research Unit Sprachwissenschaft zugeordnet und dort im Rahmen einer Kooperation zwischen ACDH und dem SFB DiÖ an der Konzeption des Onlineportals „Linguae Austriacae: Plattform und Informationssystem zu Sprache(n) in Österreich“ (LAPIS) beteiligt.


Theresa Ziegler

… arbeitet als Universitätsassistentin (prae doc) am Institut für Germanistik der Universität Wien im Fachbereich Sprachwissenschaft an ihrer Dissertation zu sprachlicher Variation an der Schnittstelle Lexik-Morphologie in der österreichischen Standardschriftsprache (Betreuerin: Alexandra N. Lenz). Sie hat an der Universität Wien studiert und war von 2019 bis 2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Wiener Projektteilen PP01 (Koordinationsprojekt) & PP03 (Sprachrepertoires und Varietätsspektren) des Spezialforschungsbereich „Deutsch in Österreich“ (FWF F60, SFB DiÖ)).

Sie ist als Gastforscherin an die Research Unit Sprachwissenschaft des ACDH der Österreichischen Akademie der Wissenschaften angebunden und arbeitet mit Daten des dort betreuten Austrian Media Corpus (amc). Über eine Kollaboration der Abteilung Sprachwissenschaft mit dem SFB DiÖ ist sie in den Aufbau einer am ACDH angesiedelten Forschungsplattform involviert.


Jan David Zimmermann

… arbeitet derzeit als freier Autor, Publizist und Wissenschaftsforscher. Nach einem Bachelor-Studium der Sprachkunst (Kreatives Schreiben) an der Universität für angewandte Kunst (Wien) absolvierte er ein Masterstudium der Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsgeschichte an der Universität Wien. Er befindet er sich im Doktoratsstudium am Institut für Zeitgeschichte, erstbetreut durch em. Univ. Prof. Dr. Carola Sachse (Zeitgeschichte), zweitbetreut durch PD Dr. Manfred Glauninger (Germanistik). 2017-2019 war Jan David Zimmermann ÖAW-DOC-Stipendiat an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, in dieser Zeit war er auch Projektmitarbeiter und stellvertretender Leiter des Projekts „Österreichische Dialektkartographie 1924-1956. Digitalisierung, Kontextualisierung, Visualisierung.“ (Leitung: Manfred Glauninger). Zimmermann beschäftigt sich mit der Geschichte der Sprachwissenschaft mit einem Fokus auf Dialektforschung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und geht der Frage der politisch-ideologischen Implikationen kartographischer Visualisierung von Sprache nach. Ganz grundsätzlich interessiert ihn der Zusammenhang von Wissenschaft und Politik/Ideologie. Er befasst sich zudem mit verschiedenen theoretischen Ansätzen aus Wissenschaftsforschung, Semiotik, Wissenschaftstheorie und Linguistik, die er u. a. auch in seinen publizistischen Arbeiten thematisiert.

Am ACDH ist Jan David Zimmermann als Gastforscher der Abteilung Sprachwissenschaft zugeordnet und arbeitet im Kontext des Projekts „Geschichte und Philosophie der linguistischen Forschung zur deutschen Sprache in Österreich“.