
»The value of mothers to society: showcasing and celebrating the achievements of an ERC-Starting-Grant team«
Katharina Rebay-Salisbury | Österreichisches Archäologisches Institut
Von 2016 bis 2021 untersuchte ein interdisziplinäres Forscherteam die Mutterschaft und die Praktiken der Mutterschaft im prähistorischen Europa. Das Projekt analysierte den Zusammenhang zwischen Fortpflanzung und dem sozialen Status von Frauen und untersuchte anhand von Fallstudien in Mitteleuropa die sozialen Reaktionen auf Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung vom späten Neolithikum bis zur Eisenzeit (ca. 3000–15 v. Chr.). Mit dem Abschluss dieses ERC-Projekts feiern wir eine Zusammenarbeit, aus der eine neue Forschungsgruppe »Prähistorische Identitäten« hervorgegangen ist, und freuen uns darauf, die vielen Forschungsstränge, die sich aus VAMOS entwickelt haben, weiterzuverfolgen.
Unser Projekt hat zu einem neuen Verständnis von Mutterschaft und Kindererziehung als Grundlagen von Gesellschaften geführt, indem es die neuesten Entwicklungen in der archäologischen Wissenschaft mit Entwicklungen in der Gesellschaftstheorie verband. Wir integrierten Osteologie, antike DNA, Protein- und Isotopenanalysen, Histologie und die Analyse organischer Rückstände sowie verschiedene Modellierungs- und Bildgebungsansätze, um den Lebensweg von Müttern und ihren Kindern zu erforschen. Auf diese Weise haben wir die Bedeutung der Mütter für langfristige kulturelle Entwicklungen wie die soziale Schichtung, die zunehmende Bevölkerungsdichte und die Verankerung der Geschlechterrollen untersucht.
Auf dieser Veranstaltung werden wir unsere Forschungsergebnisse der letzten fünf Jahre Revue passieren lassen, erörtern, wie sich unser Bild von Mutterschaft in der Vergangenheit verändert hat, über die gewonnenen Erkenntnisse und neue Forschungsmöglichkeiten nachdenken und unseren Erfolg feiern.
Leiterin der Studie: Katharina Rebay-Salisbury
Finanzierung: ERC Starting Grant 2015, Projekt Nr. 676828










