Die Förderung folgender Einzelprojekte wurde genehmigt:
CONTEXT matters: Life & Things in 5th to 7th century Ephesos
Projektleiterin: Alice Waldner
Bewilligungssumme: 652.942 €
Dieses Projekt untersucht die Transformation von Ephesos zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert n. Chr. anhand einer kontextuellen Analyse von Objekten, Fundkomplexen und deren Itinerarien. Als eine der am besten ausgegrabenen und dokumentierten Stätten im östlichen Mittelmeerraum bietet Ephesos ein einzigartiges Beispiel für die Erforschung des städtischen Wandels, der materiellen Praktiken und des Alltagslebens in einer spätantiken bzw. frühbyzantinischen Stadt. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zu breiteren Debatten über Wandel, Resilienz und Anpassung, indem es ein kontextsensitives, materialbasiertes Modell der diachronen Untersuchung anwendet.
The Transformation of an Ancient Metropolis in Lycia – Limyra in the Roman Period and Late Antiquity
Projektleiter: Martin Seyer
Bewilligungssumme: 639.525 €
Im Rahmen des Projekts wird die Entwicklung der ostlykischen Stadt Limyra von einer römisch-kaiserzeitlichen Metropole zu einer spätantiken bzw. frühbyzantinischen Stadt in ihrem historischen Kontext untersucht. Limyra nahm in diesen Epochen eine wichtige Stellung in der Hierarchie der lykischen Städte ein, was sich auch im Bau bedeutender Gebäude widerspiegelt, von denen die meisten gut erforscht sind. Unser Wissen über die Stadtentwicklung von Limyra ist jedoch nach wie vor sehr begrenzt, da wesentliche Fragen zum Charakter und Erscheinungsbild der Stadt unbeantwortet sind. Das vorgeschlagene Projekt zielt darauf ab, die wichtigsten Lücken in der Forschung zur römisch-kaiserzeitlichen und spätantiken Stadt zu schließen.
ROSES – Research On the foothillS bEtween pans and mountainS
Projektleiterin: Viola Schmid
Bewilligungssumme: 454.598 €
Das südliche Afrika verfügt über einzigartige archäologische Zeugnisse. Archäolog:innen lieferten bisher eine Fülle von Daten zum Middle Stone Age (350.000 bis 30.000 Jahre vor heute) und Later Stone Age (50.000 bis 2.000 Jahre vor heute), die die Entstehung komplexer Verhaltensweisen belegen. Der östliche Freistaat ist für diese Kulturepochen mit Ausnahme der Rose Cottage-Höhle bislang weitgehend unerforscht geblieben. Daher sollen hier und an anderen Fundplätzen mit potenziell längeren stratigraphischen Sequenzen und paläoumweltlichen Archiven traditionelle und innovative archäologische Methoden angewendet werden. Außerdem werden Oberflächenbegehungen durchgeführt, um neue Fundstellen und Rohmateriallagerstätten zu lokalisieren. Ziel ist es, technologische Entscheidungen, kulturelle Entwicklungen und mögliche klimatische Einflüsse am Übergang vom Pleistozän zum Holozän besser nachzuvollziehen und damit die Grundlage für die Überprüfung großräumiger Hypothesen zu technologischer Vielseitigkeit, Siedlungsstrategien und sozialen Netzwerken im südlichen Afrika zu schaffen.



