Verwinkelte Gassen, barocke Prunkräume und Nobelpreis-gekrönte Quantenforschung: Beim Tag des Denkmals öffnete die ÖAW ihre Türen und bot knapp 200 Besucher:innen spannende Einblicke – vom neugestalteten Campus Akademie bis zum Institut für Quantenoptik und Quanteninformation mit dem Hedy-Lamarr-Teleskop am Dach.
Das Alte Universitätsviertel zwischen Fleischmarkt, Wollzeile und Stubentor ist mit seinen verwinkelten Gassen und historischen Gebäuden ein Highlight in der Wiener Innenstadt. Seit 1854 ist hier die Akademie der Wissenschaften angesiedelt – in einem spätbarocken Gebäude, das einst die Universität Wien beherbergte. Anlässlich des Tags des Denkmals am 29.9. gab es auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, in thematischen Führungen sowohl den Campus Akademie als auch das Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) kennen zu lernen.
Ein Teleskop am Dach von Anton Zeilingers Wirkstätte
Das historische Gebäude in der Wiener Boltzmanngasse 3, das heute das Institut für Quantenoptik und Quanteninformation beheimatet, wurde 1908 von Karl Kupelwieser für die damalige Kaiserliche Akademie der Wissenschaften gestiftet, um dort das Institut für Radiumforschung zu gründen. Seit 2003 ist hier der Ort, an dem Anton Zeilinger seine berühmt gewordenen Experimente zur Quantenforschung durchführte, die 2022 in der Verleihung des Nobelpreises gipfelten.
Ein besonderes Highlight für die Besucher:innen am Tag des Denkmals war das Hedy-Lamarr-Teleskop am Dach des Gebäudes – benannt nach der berühmten Hollywood-Schauspielerin, die auch eine begnadete Erfinderin war. Es dient u.a. als Bodenstation, die in einer Quantenkommunikationsverbindung mit Satelliten im Orbit steht.
Vom Lesesaal zur Tischtennishalle und zurück
Von besonderem Charme ist neben dem prunkvoll ausgestatteten Festsaal im Hauptgebäude der ÖAW am Dr. Ignaz Seipel-Platz auch die 2022 neu gestaltete Bibliothek der Akademie. Durch den vor allem im Frühjahr und Herbst besonders eindrucksvollen Arkadenhof in der Bäckerstraße erreicht man den weitläufigen, barocken Raum, der bereits den Jesuiten als Lesesaal diente, zwischenzeitlich aber auch vom Polizeisportverein zum Tischtennis spielen genutzt wurde, bevor er im Zuge der Gestaltung des Campus Akademie wieder in seinem alten Glanz erstrahlte.
Übrigens: Wer am Tag des Denkmals keine Zeit hatte, in die ÖAW zu kommen, kann das bei einem Rundgang in 3D nachholen und so den historischen Räumlichkeiten der Akademie einen virtuellen Besuch abstatten.
Quantastisch! Ein Tag voller Quantenphysik für junge Köpfe
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