




Hannes Pichler, Professor für Theoretische Physik an der Universität Innsbruck und Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation Innsbruck der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) wurde mit dem renommierten Antonio-Feltrinelli-Giovani-Preis in Physik ausgezeichnet. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der italienischen Akademie der Wissenschaften gilt als "Nobelpreis Italiens". Pichler wurde für seine bahnbrechenden Beiträge zur theoretischen Physik an der Schnittstelle von Quantenoptik, Quanteninformation und Vielteilchenphysik geehrt.
Anne Sophie Meincke, derzeit Elise-Richter-Forschungsprojektleiterin an der Universität Wien, hat mit der Universität Klagenfurt den mit rund einer Million Euro dotierten hochkompetitiven ASTRA-Forschungspreis des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) eingeworben. In ihrem Forschungsprojekt „Processual Feminism: Bringing Together Process Metaphysics and Feminist Philosophy” wird sie eine prozessuale feministische Metaphysik entwickeln, die neue Antworten auf zentrale Fragestellungen der feministischen Philosophie ermöglicht, insbesondere zu den Themen Sex und Gender, Reproduktion und Körperlichkeit sowie Ökofeminismus. Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier: https://www.aau.at/blog/alles-fliesst-auch-das-geschlecht-wenn-prozessmetaphysik-auf-feministische-philosophie-trifft/
Anaïs Angelo ist Senior Post-Doctoral Researcher am Institut für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und leitet ein Elise-Richter-Forschungsprojekt. Ihr Projekt „Defining Decolonisation“ wurde mit dem Merit Award des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) ausgezeichnet. Angelo untersucht darin, wie und warum die Entkolonialisierung in Afrika in postkolonialen europäischen Ländern konzeptualisiert und politisiert wurde. Indem es den Begriff zeitlich (von den 1960er Jahren bis heute) und räumlich (innerhalb und außerhalb Europas) nachzeichnet, bietet es die erste umfassende Geschichte der Dekolonisierung als postkoloniale europäische Idee. Sie eröffnet damit ein neues Forschungsfeld, dessen Erkenntnisse sowohl für Wissenschaftler:innen als auch für politische Entscheidungsträger:innen relevant sind.
Wir gratulieren unseren Mitgliedern sehr herzlich zu diesen Auszeichnungen!
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