ÖAW spricht Missbilligung aus und betont Wissenschaftsethos
17.04.2026
Das Ethikkomitee der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat seine Untersuchung zum wirklichen Mitglied Karl Sigmund, der aufgrund von zwei Treffen in den Epstein-Files genannt wurde, abgeschlossen. Diese war auch auf eigenen Wunsch des Mathematikers durchgeführt worden. Das Ethikkomitee untersuchte den Fall unter der Leitung des evangelischen Theologen und Ethikexperten Ulrich Körtner, der selbst kein Mitglied ist.
Empfehlung des Ethikkomittees
Das Komitee empfiehlt nach der umfassenden Prüfung sowie einer Anhörung von einer Aberkennung der Mitgliedschaft abzusehen, aber Sigmund aufgrund der beiden Treffen und der Kenntnis um die Abgründigkeit der Person Epstein eine Missbilligung dieser Treffen auszusprechen. Mit der Empfehlung einer Missbilligung soll ein Zeichen gesetzt werden, dass die Akademie die Frage von Wissenschaftsethos und wissenschaftlicher Integrität ernst nimmt.
Das ÖAW-Präsidium folgte dieser Empfehlung.
Hintergrund
Aktuell sind über 750 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Mitglieder der ÖAW. Die Mitgliedschaft ist ein Ehrenamt und mit keinerlei Bezügen verbunden. Die Mitglieder forschen an heimischen und ausländischen Universitäten und Wissenschaftseinrichtungen. Alle zwei Jahre werden neue Mitglieder per Wahl in die Akademie aufgenommen, zuletzt wurden 2026 insgesamt 29 Frauen und 17 Männer gewählt.
