Back
ForschungsbudgetInnovation

ÖAW begrüßt Vorschlag der EU-Kommission zum mehrjährigen Finanzrahmen

In Zeiten der Krise auf Zukunftsinvestitionen zu setzen, ist eine kluge Strategie. Österreich muss nachziehen.

17.07.2025
Eine Forscherin mit Schutzbrille dreht einen Regler an einem futuristisch anmutenden Instrument
Grundlagenforschung, wie sie unter anderem an den Physikinstituten der ÖAW betrieben wird, ist ein Motor der Innovation.
© ÖAW/Klaus Pichler

Der am Mittwoch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierte Vorschlag sieht eine Stärkung eines eigenständigen Forschungsrahmenprogramms vor. „Damit setzt die EU-Kommission in Zeiten der globalen Herausforderungen die richtigen Prioritäten und stärkt Innovation und Forschung. Europa kann nur dadurch langfristig wettbewerbsfähig bleiben“, zeigt sich der ÖAW Präsident Heinz Faßmann über den Vorschlag erfreut.

Präsident Faßmann gehörte 2024 auf Einladung der EU Kommission der Expertengruppe an, die mit der Empfehlung „Align, Act, Accelerate“ einen maßgeblichen Input zur Erarbeitung des nächsten Rahmenprogramms leistete. 

„Österreich muss nachziehen. Wenn wir in Zukunft unsere Forschung nicht stärken, werden wir europäische Forschungsgelder nicht mehr so erfolgreich einwerben wie in den vergangenen Jahren. Die attraktive Beletage braucht ein starkes Fundament. Auch das spricht für ein wachsendes Forschungsbudget in Österreich und die Realisierung des Regierungsprogramms, denn Stillstand in der Innovationspolitik führt zum Rückfall des Standorts“, so Präsident Faßmann weiter.

Innovationskraft Österreichs

Im Jahr 2025 muss laut Forschungsfinanzierungsgesetz mit dem FTI-Pakt für die Jahre 2027-29 die strategischen Schwerpunkte und das Budget festgelegt werden. Der FTI Pakt im Bereich der wissenschaftlichen Forschung im Verantwortungsbereich des BMFWF machte zuletzt rund € 2,6 Mrd. für die Jahre 2023-26 aus. Wenn hier für die nächste Periode 2026-29 eine reine Budgetfortschreibung erfolgt, verliert Österreich die Anschlussfähigkeit an die Gruppe der innovativsten Länder. "Wenn der Wirtschaftsmotor stottert, darf nicht beim Innovationstreibstoff gespart werden", so Faßmann.