Vom „Planetengarten“ bis zum Rosetta-Chat: Wolfgang Baumjohann beschreitet innovative Wege, um die Öffentlichkeit an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen über den Weltraum teilhaben zu lassen. Als Auszeichnung und Würdigung seiner Leistungen in der Wissenschaftsvermittlung wurde der Direktor des ÖAW-Instituts für Weltraumforschung (IWF) nun vom österreichischen Klub der Wissenschafts- und Bildungsjournalisten zum Wissenschafter des Jahres 2014 gewählt.
Öffentliche Akzente
Seit 2001 am Institut für Weltraumforschung in Graz, das er seit 2004 leitet, forscht und publiziert Baumjohann speziell zu Weltraumplasmaphysik, Planetaren Magnetosphären und zum „Weltraumwetter“. Besondere Aufmerksamkeit widmete und widmet das wirkliche Mitglieder der ÖAW parallel dazu der Wissenschaftsvermittlung: Nach der Schaffung eines öffentlich zugänglichen „Planetengartens“ am Grazer IWF nahm sein Institut im Jahr 2014 unter anderem an der Langen Nacht der Forschung, dem Programm „Graz in Space 2014“ und den Grazer „All-Tagen“ federführend teil.
Vielfältige Akzente setzte Baumjohann in der medialen Vermittlung der Rosetta-Kometenmission der ESA, die vom Fachmagazin „Science“ kürzlich zum wissenschaftlichen Durchbruch des Jahres 2014 gekürt wurde. Mit Veranstaltungen, Interviews, Chats und anderen Formen der Wissenschaftskommunikation gelang es, das einzigartige europäische Projekt auch in Österreich in den öffentlichen Fokus zu rücken.
„Die Vermittlung und Kommunikation von Forschungsergebnissen ist für mich eine der zentralen Aufgaben der Wissenschaft“, bestätigt Baumjohann. „Ich freue mich über die Wahl zum Wissenschafter des Jahres, die mich in dieser Auffassung weiter bestärkt“, so der Weltraumforscher.
Verständlich & niederschwellig
Mit der Wahl des „Wissenschafter des Jahres“ würdigen Österreichs Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten eine Person der heimischen Wissenschaft für herausragende Ergebnisse bei Erläuterung und Verbreitung wissenschaftlicher Errungenschaften in der Öffentlichkeit. In den vergangenen beiden Jahren wurden die beiden ÖAW-Mitglieder Georg Grabherr (2012) und Verena Winiwarter (2013) mit der Auszeichnung geehrt.