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Wissenschaft auf dem Weg zur Aufmerksamkeit

Die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für das tägliche Leben wird in Österreich geringgeschätzt. Die Ursachen dafür untersuchen Helmut Denk und Josef Seethaler in ihren ScienceBlogs.

07.11.2013

Welche Bedeutung haben Kenntnisse über Wissenschaft und Forschung für das tägliche Leben? Zufolge einer im Auftrag der EU-Kommission getätigten Umfrage meint mehr als die Hälfte der Österreicher: nur eine geringe. Helmut Denk, früherer Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), und Josef Seethaler, stellvertretender Direktor des Instituts für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung der ÖAW, begeben sich in kürzlich publizierten Beiträgen auf ScienceBlog.at auf die Spurensuche für dieses Umfrageergebnis, das Österreich im europäischen Vergleich ein denkbar schlechtes Zeugnis ausstellt.

57 Prozent der Österreicher stimmen dem Satz „Kenntnisse über Wissenschaft und Forschung zu besitzen, ist für mein tägliches Leben nicht von Bedeutung“ zu, wie aus einer Special EUROBAROMETER-Umfrage aus dem Jahr 2010 hervorgeht. Ein ernüchternder Wert, der nicht nur doppelt so hoch liegt wie im EU-Durchschnitt, sondern auch deutlich höher als in Nachbarländern wie Ungarn, Tschechien, Deutschland oder Italien.

Helmut Denk und Josef Seethaler untersuchen anhand dieser und weiterer Erhebungen, wo die Ursachen und Probleme dafür liegen und verorten diese maßgeblich in der Wissenschaftskommunikation. So wird etwa die mangelnde Verständlichkeit der wissenschaftsbezogenen Berichterstattung thematisiert, aber auch die geringe Relevanz vieler Meldungen für das tägliche Leben der Medienkonsumenten.

Die ÖAW-Blogger Denk und Seethaler leiten daraus Empfehlungen für Wissenschaftler und Journalisten ab: Forschenden wird unter anderem nahegelegt, die Selbstkommerzialisierung kritisch zu betrachten und zugleich den Anspruch auf die Produktion universeller Wahrheiten zu überdenken. Journalisten wiederum sollen die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, Wissenschaft auch in der Berichterstattung dorthin zu bringen, wo sie ihre größte Rolle spielt - und zwar: mitten ins Leben.

Lesen Sie den gesamten Blog von Helmut Denk und Josef Seethaler auf scienceblog.at

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