
Im vergangenen Jahr widmeten sich Katja Geiger-Seirafi, Ina Markova und Johannes Feichtinger im Projekt "Wien. Krankensaal 1945" den Krankengeschichten von Patient:innen der Wiener Universitätsklinik für Psychiatrie und Neurologie nach Kriegsende 1945. In den Krankensälen begegneten sich Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen: "Ausgebombte", Angehörige Gefallener oder Vermisster, Kriegsheimkehrer und -versehrte, Widerstandskämpfer:innen, jüdische Überlebende, Zwangssterilisierte, vergewaltigte Frauen, Flüchtlinge sowie NSDAP-Mitglieder, die oft nach Selbstmordversuchen eingeliefert wurden. Ziel des Projekts war es, historische Forschung zur Nachkriegszeit, kulturelle Vermittlung und künstlerische Interpretation auf vielschichtige Weise zu verbinden.
Das Projekt "Wien. Krankensaal 1945" wurde im Rahmen des Stadt-Wien-Calls "Zeitgemäße Formen des Erinnerns, in memoriam Heidemarie Uhl" gefördert und wird nun bei einer szenischen Lesung mit Publikumsgespräch, veranstaltet vom Institut für Kulturwissenschaften der ÖAW, vorgestellt. Es lesen die Burgtheaterschauspieler:innen Maresi Riegner und Thiemo Strutzenberger aus Krankengeschichten nach einer Bearbeitung von Julia Jost. Im anschließenden Publikumsgespräch ordnen Elisabeth Brainin, Katja Geiger-Seirafi, Julia Jost, Eva Schörkhuber und Thiemo Strutzenberger die Ergebnisse des Projekts in einen größeren wissenschaftlichen und künstlerischen Rahmen ein.
Die Anmeldung wurde aufgrund des großen Interesses bereits geschlossen, bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an: Katja.Geiger-Seirafi(at)oeaw.ac.at
Information
Termin:
13. Mai 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Mag. Caroline Hofer
T: +43 1 51581-3310
Institut für Kulturwissenschaften der ÖAW