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Wie entwickeln sich Scheibengalaxien? Multiwellenlägen-Beobachtungen des interstellaren Mediums als Schlüssel zum Verständnis

Ralf-Jürgen Dettmar, Universität Bochum, Fakultät für Physik und

Astronomie

28.03.2012

Sehr unterschiedliche Beobachtungsmethoden werden benötigt, um die verschiedenen Formen des atomaren Wasserstoffs in Galaxien nachzuweisen. Während das neutrale Wasserstoffgas im langwelligen Radiobereich beobachtet wird, strahlt eine warme ionisierte Komponente im optischen Spektralbereich. Das heiße interstellare Plasma ist nur noch mit Röntgensatelliten zugänglich. Vergleichende Beobachtungen dieser verschiedenen Formen des Gases, aus dem letztendlich auch Sterne und Planeten entstehen, geben wichtige Hinweise für ein Multiphasen-Modell des interstellaren Mediums, mit dem die Umverteilung der Nukleosyntheseprodukte massereicher Sterne in Galaxien detailliert beschrieben werden kann. Die Energiefreisetzung durch Supernova-Explosionen führt dabei zu Phänomenen wie galaktischen Winden, deren Eigenschaften wiederum für die Entstehung von Galaxien von Bedeutung sind.

Moderation:

Gerhard Hensler, Universität Wien

Veranstalter:

ÖAW und Industriellenvereinigung Wien

 Gesamtprogramm Littrow Lectures

Pressetext vom 22.03.2012

Handout [PDF]

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