VORTRAG LEIDER KURZFRISTIG ABGESAGT: Ein vitalitätsfördernder Wechsel von „gemeinsam“ und „einsam“
24.11.2016
In Zentral-Tibet pflegen Menschen nicht nur Beziehungen zu ihren Mitmenschen. Sie sind sich auch solcher zu Tieren, Dämonen, Gottheiten und anderen Wesen und Kräften bewusst. Heidi Fjeld, Sozialanthropologin der Universität Oslo, hat die Art dieser Beziehungen näher untersucht. Ein Missverhältnis in der Verbundenheit wird oft in Zusammenhang mit dem Ausbruch von Krankheiten gebracht. Mit rituellen Praktiken können Beziehungen korrigiert werden, beispielsweise auch Grenzen zwischen Menschen und anderen Wesen gezogen werden. Von besonderem Interesse dabei ist es, dass es in diesen menschlichen Gemeinschaften grundsätzlich als notwendig angesehen wird, die Verbundenheit mit nicht-menschlichen Wesen von Zeit zu Zeit zu unterbrechen, um Vitalität, Fruchtbarkeit und Wachstum zu erhalten.
Heidi Fjeld, Associate Professor am Institute of Health and Society/University of Oslo, kommt auf Einladung des Instituts für Sozialanthropologie der ÖAW nach Wien und wird im Rahmen einer ISA International Guest Lecture zum Thema „Human – Nonhuman Relations in Tibetan Extended Sociality: Connectedness Through Separation“ sprechen.
Termin:
24. November 2016, 16:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Institut für Sozialanthropologie, Seminarraum
Apostelgasse 23
1030 Wien
Kontakt:
Mag. Sabine Bauer
Tel: +43 1 51581-6456
Institut für Sozialanthropologie der ÖAW