
Im Jahr 1868 erließ die Meiji-Regierung in Japan eine Reihe von Anordnungen, die auf die Trennung von Shintō und Buddhismus – auf Japanisch shinbutsu bunri – abzielten. Über die konkreten Folgen dieser Maßnahme für die religiöse Landschaft auf der Insel Miyajima (Präfektur Hiroshima) berichtet Ursula Flache auf Einladung des Instituts für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens der ÖAW.
Die Fachreferentin für Japan an der Staatsbibliothek zu Berlin legt bei ihrem Vortrag „Wie man eine Buddhahalle in einen Shintō-Schrein umwandelt“ den Fokus auf die Veränderungen an den Gebäuden. Als Grundlage für die Fallstudie dienen ihr zwei Edo-zeitliche Topographien sowie eine Reihe von Meiji-zeitlichen Reiseführern, deren Vergleich sowohl eine Rekonstruktion des Zustands vor der Trennung als auch einen Einblick in die Durchführungspraxis ermöglicht.
Information
Termin:
8. Oktober 2019, 17:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens, Hollandstraße 11–13, 2. Stock, Seminarraum 2.25
1020 Wien
Kontakt:
office.ikga(at)oeaw.ac.at
T: +43 1 51581-6400 und -6401
Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens der ÖAW