Die Marktmacht großer Wissenschaftsverlage – mit oft exorbitanten Preisen für wissenschaftliche Zeitschriften – scheint zusehends die Budgets der Universitäten und Wissenschaftsorganisationen zu überfordern. Dagegen kämpft eine aufstrebende Open Access Bewegung an. Sie will die Potenziale digitaler Technologien nutzen, um eine neue Ökonomie wissenschaftlichen Publizierens durchzusetzen: Wissenschaftliche Erkenntnisse aus weitgehend öffentlich finanzierter Forschung sollen auch öffentlich zugänglich werden. Erst der freie Zugang sichere eine effiziente Verbreitung und Verwertung neuen Wissens, wird argumentiert.
Ein club research zum Thema „Die Ökonomie wissenschaftlichen Publizierens: Was kostet der Zugang zu neuem Wissen?“ widmet sich dieser kontroversen Thematik. Nach der Keynote (englisch) von Gerard Meijer, Präsident des Vorstands der Radboud Universiteit Nijmegen und Verhandler der niederländischen Universitäten mit den Verlagen, folgt eine Diskussion (deutsch) mit Matthias Karmasin, ÖAW und Universität Klagenfurt, Falk Reckling, FWF, Juliane Ritt, Springer Nature und Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Universität Wien.
Einladung und Programm
Termin:
Mittwoch, 21. Oktober 2015, 18.00 Uhr
Ort:
Presseclub Concordia
Bankgasse 8
1010 Wien