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Stammzellen, Organoide und Embryomodelle

Bei der nächsten Gesamtsitzung der ÖAW nehmen Jürgen Knoblich, Christiane Druml und Karl Stöger die wissenschaftlichen und ethischen Herausforderungen im Zusammenhang mit Organoid- und Stammzellforschung sowie der Arbeit mit Embryomodellen in den Blick. Die hybriden (Kurz-)Vorträge sind für ein interessiertes Publikum geöffnet.

Friday 17.10.2025 05:10 pm
Mikroskopaufnahme und künstlerische Repräsentation des CHOOSE Systems in einem Gehirnorganoid. © Knoblich Lab/IMBA

Im Rahmen der Gesamtsitzung der ÖAW beleuchten Jürgen Knoblich, Christiane Druml und Karl Stöger das große Thema "Stammzellenforschung: Embryomodelle" aus den Perspektiven ihrer konkreten Arbeitsgebiete. Christiane Druml, Juristin und Bioethikerin, ist seit 2007 Vorsitzende der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt. Jürgen Knoblich forscht am IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie der ÖAW mit Schwerpunkt Gehirnorganoide und Karl Stöger ist seit 2020 Professor für Medizinrecht am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien, seit 2023 zudem Leiter des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin.

Jürgen Knoblich präsentiert im Hauptvortrag "Organoide, Blastoide, Gastruloide: Dreidimensionale Gewebe aus Stammzellen" die Fortschritte, wie aus Stammzellen Organoide hergestellt werden, die menschlichen Organen überraschend ähnlich sehen. Sie eignen sich dazu, Krankheiten direkt an menschlichem Gewebe zu untersuchen. Die Arbeit mit Organoiden wirft auch ethische Probleme auf, vor allem wenn es sich um Modelle für das Gehirn oder sogar für den gesamten Embryo handelt. Christiane Druml beleuchtet das Thema aus ihrer Perspektive im Kurzvortrag "Von Stammzellen zum Embryomodell – Ethische Kontroversen der letzten Jahre". Und Karl Stöger geht – ebenfalls in einen Kurzvortrag – auf "Embryomodelle: Die rechtliche Dimension" ein. Anders als bei Stammzellen handelt es sich bei Embryomodellen nicht um „entwicklungsfähigen Zellen“ im Sinne des österreichischen  Fortpflanzungsmedizingesetzes. Das bedeutet, dass die Herstellung und Verwendung von Embryomodellen zu Forschungszwecken in Österreich rechtlich weitgehend frei erfolgen darf. 

Anmeldung für die Teilnahme vor Ort (Mitglieder der ÖAW ausgenommen)

Online via ZOOM

Meeting-ID: 665 7248 2618, Kenncode: 09q7Jg

Information

 

Termin:

17. Oktober 2025, voraussichtlich um 17:30 Uhr (kann sich etwas verzögern)

Ort: 
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Festsaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien

Online via ZOOM

Meeting-ID: 665 7248 2618, Kenncode: 09q7Jg

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Natalie Kapfer-Rupp, BA
T: +43 1 51581-3633
Aktuariat: Administration Gelehrtengesellschaft