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Rückblick ohne nationale Scheuklappen

Der Erste Weltkrieg und Zentraleuropa: Konferenz verschreibt sich 100 Jahre nach Kriegsbeginn der Schaffung transnationaler Sichtweisen

20.03.2014

Erkämpfte Freiheit von Wien oder Auflösung staatlicher Stukturen? Zerfall eines Imperiums oder Grundlage für Staatsgründung und Demokratisierung? Die Bedeutung des Ersten Weltkrieges für Zentraleuropa wird auch 100 Jahre nach Kriegsausbruch immer noch höchst unterschiedlich interpretiert.

Die internationale Konferenz „The First World War in Central European Memory. Trans/national Perspectives, European Contexts“ setzt sich daher zum Ziel, das Gedächtnis an diesen epochalen Umbruch aus einer transnationalen Perspektive zu beleuchten. Und damit verschiedene Sichtweisen und Zugänge zu dieser „europäischen Erfahrung“ auszumachen.

Mit Vorträgen und Debatten führt die Konferenz HistorikerInnen und Interessierte zusammen, um nationale Sichtweisen über den Ersten Weltkrieg zu reflektieren und neue Ansätze zu entwickeln. Den Auftakt bildet am 20. März ein öffentlicher Vortrag von Jay M. Winter (Yale University) im Prunksaal der Nationalbibliothek.

Veranstaltet wird die Konferenz vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur in Kooperation mit ÖAW-Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte.