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Rudolf Zechner erhält Louis-Jeantet-Preis für Medizin

Auszeichnung würdigt & fördert Erforschung von Fettstoffwechselstörungen und damit verbundener Erkrankungen wie Fettleibigkeit und Diabetes

21.01.2015

Rudolf Zechner, Experte für Fettstoffwechsel am Institut für Molekulare Biowissenschaften der Universität Graz, erhält den Louis-Jeantet-Preis für Medizin 2015. Die von der gleichnamigen Schweizer Stiftung vergebene Auszeichnung würdigt Zechners Erfolge bei der Erforschung eines Enzyms, dem eine wichtige Rolle bei Störungen des Fettstoffwechsels zugeschrieben wird. Der Preis, mit dem neben Zechner auch  die französische Biochemikerin Emmanuelle Charpentier ausgezeichnet wird, unterstützt zugleich die Fortsetzung dieser Grundlagenforschung.

Der gebürtige Grazer Rudolf Zechner ist wirkliches Mitglied der ÖAW und Träger bedeutender Preise, darunter der Wittgenstein Preis des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF und ein Advanced Grant des European Research Council. Seit 2004 ist er Professor für Biochemie am Institut für Molekulare Biowissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz und zudem Koordinator verschiedener Großforschungsprojekte.

Perspektivenreiche Grundlagenforschung

Mit dem Louis-Jeantet-Preises für Medizin 2015 wurde Zechner insbesondere für die Entdeckung und Erforschung des Enzyms Adipose Triglyzerid Lipase (ATGL) ausgezeichnet. Dieses Enzym spaltet gespeicherte Fette in Körperzellen, versorgt Gewebe und Organe mit Energie und nimmt damit eine zentrale Rolle bei Erkrankungen wie Fettleibigkeit, Typ II-Diabetes sowie bei der Auszehrung von Krebspatienten ein. Mit dem Preisgeld in Höhe von insgesamt 700.000 Schweizer Franken soll in erster Linie die weitere Erforschung des Fettstoffwechsels unterstützt und damit die Perspektive auf Behandlungsmöglichkeiten bei derartigen Erkrankungen verbessert werden.