
Im Band "Mehrdeutige Vergangenheit" (Vandenhoeck & Ruprecht Verlage) widerlegt der renommierte Historiker und Kulturwissenschaftler Moritz Csáky die geläufige Auffassung von eindeutigen sozial-politischen Zuständen und entlarvt das Postulat nach nationaler Homogenität als eine ideologische Fiktion. Diese theorieorientierte Perspektive ist auch für ein Land wie Österreich, das von Vielfalt und Mehrdeutigkeit bestimmt wird, von Bedeutung. Sie ist für jede gesellschaftliche, kulturelle oder politische Standortbestimmung von aktueller, epochenübergreifender und universaler Relevanz.
Das Institut für Kulturwissenschaften der ÖAW lädt ein zur Präsentation von "Mehrdeutige Vergangenheit" zusammen mit dem Autor, der dieser Tage seinen 90. Geburtstag feiert. Moritz Csáky war Ordinarius für Österreichische Geschichte an der Universität Graz und Direktor der Kommission bzw. des Instituts für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW. Er ist Mitglied der Österreichischen und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und Verfasser zahlreicher Publikationen u. a. über Zentraleuropa, Österreich oder Ungarn und über kulturwissenschaftliche Themen.
Information
Termin:
7. April 2026, 17:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Mag. Caroline Hofer
T: +43 1 51581-3310
Institut für Kulturwissenschaften der ÖAW