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Kolonialismus im Zeitalter der Pharaonen

Christian Knoblauch über koloniale Entwicklungen des antiken Ägyptens

21.05.2014

Uronarti ist ein besonderer Ort. Die im heutigen Sudan gelegene Anlage war vor rund vier Jahrtausenden eine bevölkerte Siedlung und eine mächtige Festung an der Grenze des alten Ägyptens. Für die archäologische Forschung ist Uronarti besonders interessant, da die Kolonisierung des Königreichs von Kusch neuesten Erkenntnissen hier nicht so zielstrebig und geradlinig war, wie bisher vermutet.

Die ägyptische Siedlung Uronarti wird in einer Forschungskooperation der Universität Wien und der Brown University nun besonders intensiv untersucht, um die Formen des ägyptischen Kolonialismus im 2. Jahrtausend vor Christus zu ergründen. In seinem Vortrag "The Uronarti Regional Archaeological Project (URAP): Global Structures and Local Histories" berichtet Christian Knoblauch vom Ägyptologischen Institut der Universität Wien am ÖAW-Institut für Orientalische und Europäische Archäologie über Fragestellungen und Verlauf dieser Untersuchungen.