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Internationaler Holocaust-Gedenktag 2015

Mit einer Reihe von Initiativen setzt auch die Akademie weitere sichtbare Zeichen des Gedenkens

26.01.2015

Bild: Die im März 2013 enthüllte Gedenktafel vor dem Festsaal der ÖAW.

Am 27. Jänner jährt sich die Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zum 70. Mal. Ein Ereignis, das nicht nur den Internationalen Holocaust-Gedenktag 2015 prägt, sondern auch für die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) einen wichtigen Bezugspunkt darstellt: Mit einer Reihe von Initiativen und Zeichen des Gedenkens treibt die Akademie im Jahr 2015 die seit mehreren Jahren laufende Aufarbeitung ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit voran.

Anlässlich des 75. Jahrestags des „Anschlusses“ Österreichs an das Deutsche Reich im März 2013 widmete die ÖAW sich in einem Buch und einer Ausstellung ihrer Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus. Seither erinnert eine Gedenktafel an die Opfer des Nationalsozialismus unter den Mitgliedern und Mitarbeiter/innen der Akademie der Wissenschaften.

Derzeit arbeitet eine Forscher/innen/gruppe an einem Gedenkbuch, das den Biografien der Verfolgten, Vertriebenen und zu Tode gekommenen Akademieangehörigen erstmals biografische Sichtbarkeit verleihen wird. Weiters wird die ab 1938 durch Vertreibung und Verfolgung zerschlagene Biologische Versuchsanstalt (BVA) der Akademie der Wissenschaften erinnernd gewürdigt. Sie gilt als jenes Forschungsinstitut Österreichs, das die meisten jüdischen Opfer zu verzeichnen hatte. Ihr Gründer Hans Przibram, einer der bedeutendsten Mäzene der österreichischen Wissenschaftsgeschichte, ist 1944 im KZ Theresienstadt umgekommen. Die ÖAW wird ihm mit der Aufstellung seiner Büste gedenken, die der Akademie bereits 1947 geschenkt wurde, sich seither allerdings im Depot befand.