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Hubert Christian Ehalt ist Ritter vom 'Ordre des Arts et des Lettres'

Hohe Auszeichnung für das Ehrenmitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

11.02.2015

Der Historiker und Anthropologe Hubert Christian Ehalt wurde als Ritter in den „Ordre des Arts et des Lettres“ aufgenommen. Die hohe Auszeichnung wird dem Ehrenmitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Präsidenten der Gesellschaft der Freunde der ÖAW für außergewöhnliche Leistungen und Verdienste um die französische Kultur verliehen.

Ehalt beschäftigt sich sowohl als Wissenschaftler wie auch als Wissenschaftsmanager seit Jahrzehnten intensiv mit Frankreich.  „Die künstlerische und intellektuelle Kultur Frankreichs waren für mich wichtige Sozialisierungsinstanzen“, betont Ehalt. So zählte er zu den Wiener Verfechtern französischer wissenschaftlicher Traditionen wie der „Annales“, der französischen Schule der Sozial- und Mentalitätsgeschichte, und trug damit maßgeblich zu deren Verankerung in Österreichs Geisteswissenschaften bei.

Ritter eines erlesenen Kreises

In enger Zusammenarbeit mit offiziellen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen Frankreichs unterstützte und initiierte er ferner in Österreich zahlreiche kulturelle Aktivitäten, die einen personellen wie inhaltlichen Bogen zu Frankreich aufspannten. Im Rahmen der von ihm organisierten Wiener Vorlesungen bot Ehalt einerseits regelmäßig französischen Intellektuellen die Möglichkeit, ihre Ideen in Österreich zu präsentieren, darunter Maurice Godelier, Jacques Le Rider, Pierre Bourdieu, Jean Baudrillard, Jack Lang, Jean Clair, Alain Badiou und Aminata Traoré. Andererseits machten die Wiener Vorlesungen unter Ehalts Ägide Aspekte der französischen Kultur selbst zum Thema, so widmete sich die Veranstaltungsserie etwa im Jahr 2013 dem Leben und Werk des französischen Literaten Albert Camus.

Seine Ernennung zum „Chevalier“, zu deutsch Ritter, des „Ordre des Arts et des Lettres“  bestätigt die Erfolge und Verdienste Ehalts für die französische Kultur. Sie stellt zugleich eine Würdigung für die langjährige Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft in Österreich dar, wo er einen Ruf als hervorragender Partner genießt.  Mit der Aufnahme in den Orden darf Ehalt sich zu einem erlesenen Kreis von Kulturschaffenden zählen, denen seit der Gründung des Ordens im Jahr 1957 diese Ehrung zuteil wurde.