Gültigkeit der Erkenntnismittel in der indischen Philosophie

Die Frage, wie die Gültigkeit unserer Erkenntnis begründet werden kann, wurde in den philosophischen Traditionen Indiens intensiv und vielschichtig diskutiert. Dabei kristallisierten sich zwei grundlegende Positionen heraus: Einerseits jene Denkrichtungen, die davon ausgehen, dass Erkenntnis ihre Gültigkeit intrinsisch, also aus sich selbst heraus begründet, besitzt. Andererseits jene Schulen, die eine solche intrinsische Autorität bestreiten und deshalb argumentieren, dass Erkenntnis extrinsische Gründe benötigt, um als gültig gelten zu können.
Das Symposium „Intrinsic and Extrinsic Knowledge: The Debate about the Validity of Cognition in Indian Philosophy“ versammelt eine Gruppe von Fachwissenschafter:innen, die sich dieser grundlegenden Frage der Gültigkeit der Erkenntnismittel aus historischer und systematischer Perspektive widmen. Im Austausch über entscheidende Positionen von Autoren der indischen philosophischen Schulen des Nyāya-, der Pūrva-Mīmāṃsā-, des Vedānta-, des Sāṃkhya sowie der Jainas sollen ihre unterschiedlichen Strategien zur intrinsischen und extrinsischen Begründung epistemischer Gültigkeit präzise herausgearbeitet und miteinander ins Gespräch gebracht werden.
Information
Termin:
9. bis 11. Dezember 2025
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 4. Stock, Seminarraum 4
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien
Kontakt:
office.ikga(at)oeaw.ac.at
T: +43 1 51581-6400 und -6401
Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens der ÖAW