Eine Geschichte, zwei Deutungen – immer wieder ist dieser Satz zu hören, wenn über das Verhältnis zwischen Österreich und Tschechien diskutiert wird. Und wirklich: Beide Länder verbindet bis ins 20. Jahrhundert eine über weite Strecken gemeinsame Geschichte, die jedoch als Folge der Entstehung der modernen National-Gesellschaften unterschiedlich gesehen und interpretiert wird. Nach dem Zerfall der Habsburger-Monarchie fanden sich in Mitteleuropa zwei Staaten als Nachbarn, deren Verhältnis von Konkurrenz, aber auch von Versuchen zur Kooperation geprägt war.
Historiker/innen beider Länder erarbeiten in Teams die verbindende und trennende Geschichte. Bis 2018 soll ein gemeinsames Österreichisch-Tschechisches Geschichtsbuch fertiggestellt werden. Im Vorfeld werden die Wissenschaftler/innen ihre Forschungsergebnisse mit der interessierten Öffentlichkeit diskutieren. Das gesamte Projekt wird von Niklas Perzi und Hildegard Schmoller vom Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung - INZ der ÖAW koordiniert. Die Diskussionsreihe wird am 11. November 2015 zum Thema "„Das schreckliche Jahrzehnt“ 1938-1948 / Westernisierung - Sowjetisierung: die Jahre 1948-1968" in Linz fortgesetzt.
Einladung
Einladung zur gesamten Vortragsreihe: Deutsch, Tschechisch
Das Projekt wird vom BMEIA, BMBF, der Stadt Wien und den Ländern Ober- und Niederösterreich, dem Zukunftsfonds der Republik Österreich sowie dem tschechischen Außenministerium, dem tschechischen Schulministerium und den Kreisen Südmähren, Südböhmen und Vysočina unterstützt.
Termin:
11. November 2015, 19:00 Uhr
Ort:
Landhaus, Brauner Saal
Landhausplatz 1
4020 Linz
Termin/Ort der nächsten Diskussion:
17. November 2015, 15:30 Uhr
NÖ-Landesbibliothek, Lesesaal
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
Kontakt:
Dr. Hildegard Schmoller
Mag. Niklas Perzi
Tel: +43 1
51581-7314
Institut
für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung – INZ
