Segen oder Fluch? Neue Technologien wie Gentechnik, Digitalisierung oder Fracking sind höchst kontrovers diskutierte Themen. Seit 20 Jahren beschäftigt sich das Institut für Technikfolgen-Abschätzung der ÖAW (ITA) mit verantwortungsbewusster Technikgestaltung. Im Zentrum der Forschung stehen Aspekte wie Partizipation, Ethik, Schutz der Privatsphäre und Nachhaltigkeit.
Dieser Ansatz wird nun auch von der EU in den Fokus gerückt. Unter dem Titel „Responsible Research and Innovation“ (RRI) fordert die Union, dass wissenschaftliche Forschung stärker zur Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme beitragen und die dabei die Öffentlichkeit beteiligen soll. Innovationen haben sich an ethischen und gesellschaftlichen ebenso wie an technischen und kommerziellen Erfordernissen zu orientieren.
Die Technikfolgenabschätzung ist besonders geeignet, neue Impulse für RRI im Innovationsalltag zu liefern. Daher werden im Rahmen der vom ITA und dem Netzwerk Technikfolgenabschätzung organisierten Jahreskonferenz „NTA6-TA14“ von 2. bis 4. Juni in Wien hochrangige Wissenschaftler(innen) das Konzept der Responsible Research and Innovation im europäischen Kontext diskutieren und seine Grenzen ausloten.
Auftakt der heurigen Konferenz ist ein großer Festakt anlässlich 20 Jahre ITA im Festsaal der ÖAW am 2. Juni. Während der folgenden beiden Tage halten RRI-Experte René von Schomberg (EU-Kommission) und Geraldine Fitzpatrick, Leiterin der Human Computer Interaction Group an der TU Wien, die Keynotes. Insgesamt 13 Sessions widmen sich neuen Formen der Bürgerbeteiligung, der Wertedebatte sowie der RRI-Governance. Außerdem werden zwei neue TA-Portale (openTA.net und technology-assessment.info) präsentiert.
Konferenz („NTA6-TA14“) - Anmeldung und Programm
ITA20 - Anmeldung und Programm
Rückfragen:
Franziskus von Kerssenbrock
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Öffentlichkeit und Kommunikation
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