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Erhaltung des Sternenlichts

Angesichts zunehmenden Lichtsmogs unterstützt die ÖAW eine Resolution zur Erhaltung des Sternenlichts und der intakten nächtlichen Lebensräume für Mensch und Natur.

19.03.2015
Wikimedia/CC

Die zunehmende Aufhellung des Nachthimmels, hervorgerufen durch künstliche Lichtquellen ist ein weltweites Problem. Diese „Lichtverschmutzung“ oder „Lichtsmog“ wird als nächtliche „Lichtglocke“ über Großstädten und Industrieanlagen wahrgenommen und zeigt sich insbesondere entlang verkehrsreicher Autostraßen. Sie hat  neben ökologischen und gesundheitsrelevanten Aspekten auch kulturelle und wissenschaftliche Aspekte.

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) misst dem „Recht auf Sternlicht“  im Sinne der Deklaration von La Palma (2007) besondere Bedeutung in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht bei. Sie hat deshalb in der jüngsten Gesamtsitzung einer Resolution der ÖAW-Kommission für Astronomie zugestimmt, in der die Erhaltung des Sternenlichts und der intakten nächtlichen Lebensräume für Mensch und Natur, als Erbe der Menschheit, gefordert wird. Die ÖAW empfiehlt der Republik Österreich sowie den Behörden und Dienststellen des Landes, Gebiete mit nächtlicher intakter Umwelt zu erhalten.  Solche Gebiete – beispielsweise Regionen der Ostalpen oder die Sternlichtoase Großmugl – sind bedroht und daher schutzbedürftig. Im Interesse der Wissenschafts-, Bildungs- und Umweltpolitik sind sie nicht zuletzt als Standorte astronomischer Forschung und Volksbildung vor dem Lichtsmog zu schützen.

Wissenschaftlicher Kontakt:

Univ.-Prof. Mag. Dr. Dr. h.c. Helmut O. Rucker
Vorsitzender
Kommission für Astronomie der ÖAW
T+43-316-4120-280