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Die Nonnen von Sant’Ambrogio

Römische Inquisition im 19. Jahrhundert zwischen Wahrheitsfindung und Vertuschung

03.04.2014

Sexuelle Beziehungen unter Mönchen und Nonnen sowie zwischen Beichtvätern
und -kindern zählten im 19. Jahrhundert zu den gängigen Themen der
antiklerikalen Literatur. Behauptet wurde ein Zusammenhang zwischen zölibatärer Lebensweise, religiösem Wahn und abnormer Sexualität.

Die Missbrauchsfälle, die sich gegen Mitte des 19. Jahrhunderts in der Mailänder Kirche Sant’Ambrogio ereigneten, verdienen in diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit. Die Täter befriedigten dabei nicht nur sexuelle Bedürfnisse, sondern auch jene nach Macht und Anerkennung. Die Kirchenhistoriker Hubert Wolf von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Rupert Klieber von der Universität Wien erörtern in Vortrag und Podiumsdiskussion "Die Nonnen von Sant’Ambrogio" die Ereignisse und das Spannungsfeld zwischen Wahrheitsfindung und Vertuschungsversuchen. Die von der Gesellschaft der Freunde der ÖAW organisierte Veranstaltung wird von Hubert Christian Ehalt moderiert.

Termin:
3. April 2014, 18 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien

Kontakt:Andrea TraxlerGesellschaft der Freunde der Österreichischen Akademie der [email protected]