Quantenphysik: Von einer Hypothese am Rande der klassischen Physik zum Motor für Entwicklungen in Wissenschaft und Industrie geworden. Das ÖAW-Institut für Quantenoptik und Quanteninformation ist maßgeblich an diesem Prozess beteiligt.
Bis auf „zwei Wolken am Horizont“ ist die Physik erforscht, war sich Lord Kelvin, britischer Physiker und Präsident der Royal Society, im Jahr 1900 sicher. Knapp ein Jahrhundert später ist es ausgerechnet eine dieser beiden Wolken, die ein unermessliches Potenzial für neue Entwicklungen in der Physik und ihren industriellen Anwendungen birgt: die Quantenphysik.
Anwendungen
Die Erforschung der Welt der Quanten sorgt nicht nur regelmäßig für aufsehenerregende wissenschaftliche Erkenntnisse wie Teleportationen (Link Teleportation 2012), sie eröffnet auch eine Vielzahl von industriellen Anwendungsmöglichkeiten, von Quantencomputern über Elektronenmikroskope bis hin zur Kernspintomographie.
Erfolge
Das ÖAW-Institut für Quantenoptik und Quanteninformation IQOQI zählt zu den weltweit führenden Forschungszentren auf diesem Gebiet. Zahlreiche für internationales Aufsehen sorgende wissenschaftliche Erfolge (Link Highly Cited) machen das Institut mit Standorten in Innsbruck und Wien zu einem weltweit anerkannten Ort der Forschung, der zuletzt auch die Bestellung von Francesca Ferlaino, einer international herausragenden Quantenphysikerin (Link Ferlaino), zur wissenschaftlichen Direktorin feiern durfte.
Jubiläum
Grund zum Feiern beschert dem IQOQI auch ein kleines Jubiläum: Anlässlich des zehnjährigen Bestehens feiert das Institut im Juli ein Fest der Quanten. Besucher können dabei unter anderem einen Blick auf Quantencomputer werfen und Vorträgen hochkarätiger Experten folgen. Und sich dabei selbst einen Eindruck davon verschaffen, welche Wolken am Horizont des 21. Jahrhunderts stehen.