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Der unvoreingenommene Blick auf den Ministerrat

Die Historiker T. Kletečka, A. Schmied-Kowarzik und t. Malfèr präsentieren die aktuellsten Publikationen aus der Reihe der Ministerratsprotokolle 1848-1918.

24.03.2015

Eines der Forschungsziele am ÖAW-Instituts für Neuzeit und Zeitgeschichte (INZ) ist es, mit der Herausgabe der Ministerratsprotokolle 1848 bis 1867 eine unvoreingenommene Basis für die Bewertung der Politik unter Kaiser Franz Joseph I. zu schaffen. Der Handlungsspielraum der Minister jener Zeit war zwar eingeschränkt, nachdem der Kaiser mit dem Silvesterpatent von 1851 die Verfassung außer Kraft gesetzt hatte. Dennoch geben die Debatten der Regierungsmitglieder wertvolle Einblicke in die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontroversen jener Zeit.


Thomas Kletečka, Anatol Schmied-Kowarzik und Stefan Malfèr vom INZ haben die Protokolle von 1851/52 bzw 1857/58 bearbeitet und im ÖAW-Verlag herausgegeben. Bei der Präsentation im Haus-, Hof- und Staatsarchiv der beiden Bände beleuchten sie die konservative Reformpolitik des Neoabsolutismus in ihren politischen Aspekten (z. B. Aufhebung der Verfassung) und wirtschaftlichen Maßnahmen (z. B. Schleifung der Stadtmauern).

Programm folgt

 

Termin:
Dienstag, 24. März 2015, 17.00 Uhr


Ort:
Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Dachfoyer
Minoritenplatz 1
1010 Wien


Kontakt:
Vera Machat
Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung - INZ
T +43 1 51581-7300