Der biologische Ansatz zur Intelligenzforschung geht davon aus, dass kognitive Fähigkeiten wie auch andere körperliche Funktionen eine Anpassung an bestimmte sozio-ökologische Lebensumstände darstellen. "Intelligenz" ist somit nicht auf den Menschen beschränkt, sondern findet sich in unterschiedlichen Ausprägungen und Abstufungen im Tierreich. Das besondere Augenmerk auf die konvergente Evolution von Denkleistungen bei entfernt verwandten Tierarten erlaubt Rückschlüsse auf die zugrunde liegenden Selektionsdrucke.
Thomas Bugnyar vom Department für kognitive Biologie an der Universität Wien stellt im Eröffnungsvortrag der aktuellen Karl von Frisch Lectures "Denken Tiere?" die gängigsten Theorien zur Evolution von Kognition vor und diskutiert sie anhand ausgewählter Beispiele.
Die insgesamt sechs Karl von Frisch Lectures 2015/2016 sind den Top-Themen organismischer Biologie gewidmet: Evolutionsforschung, Neuro-Ethologie, Kognitionsbiologie & Hirnforschung sowie der Inspiration technischer Wissenschaften durch Bio-Materialien. Die Lecture-Reihe wird von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Wien veranstaltet. In Kooperation mit dem Stadtschulrat für Wien präsentieren und diskutieren die Vortragenden ihr Thema am nächsten Tag im Rahmen einer „Junior Academy“ mit Schüler/innen an einer Wiener Schule.
Termin:
9. Dezember 2015, 18:15 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Festsaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien
Kontakt:
Dr. Marianne Baumgart
Tel: +43 1 51581-1290
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