Eine besondere Quelle zur Erforschung der Handelsbeziehungen von Ägypten ostwärts bis zur Malaiischen Halbinsel, ist eine griechischsprachige Unterweisung (“Periplus Maris Erythraei”) über alle Belange des maritimen Fernhandels aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. In Kombination mit archäologischen Artefakten, weiteren Textquellen und modernen Methoden der Netzwerkananalyse lässt sich ein Bild von der Dynamik wirtschaftlicher Beziehungen jener Zeit nachvollziehen.
Eivind Seland, Historiker und Kulturanthropologe der Universität Bergen (Norwegen) hat sich auf die Erforschung solcher Dynamiken in komplexen Gesellschaften der Antike spezialisiert. Auf Einladung des ÖAW-Instituts für Sozialanthropologie präsentiert er den aktuellen Stand der Forschung zur antiken Wirtschaftsgeschichte mit einem besonderen Fokus auf Erkenntnisse über “Periplus Maris Erythraei“. Mitveranstalter ist der SFB Visions of Community (FWF).
Termin:
Donnerstag, 4. Dezember 2014, 16:30 Uhr
Ort:
Seminarraum 1
Apostelgasse 23
1030 Wien
Kontakt:
Mag.a Odile Kommer
Institut für Sozialanthropologie
T +43 1 51581-6450
odile.kommer(at)oeaw.ac.at