In der Frühen Neuzeit entwickelte sich Polen-Litauen zu einer komplexen Union, die als Adelsrepublik und Doppelstaat der Polen und Litauer wahrgenommen wurde. Die Komplexität betraf sowohl die verfassungsrechtliche Doppelstruktur, als auch die Zusammensetzung der Bevölkerung: Neben Polen und Litauer lebten Juden, Deutsche, Ruthenen, Armenier, die sich – auch über ethnische Grenzen hinweg – dem Katholizismus, Protestantismus, der Orthodoxie, den Unierten bzw. dem Judentum zugehörig fühlten.
Im Rahmen des Forschungsforums des ÖAW-Instituts für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung spricht Bogusław Dybaś, polnischer Historiker und Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums in Wien der Polnischen Akademie der Wissenschaften, zum Thema „Polen-Litauen in der Frühen Neuzeit. Das unions- und staatsbildende Potenzial eines mitteleuropäischen Reiches“.
Beschränkte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich
Termin:
15. Dezember 2014, 16:00-17:00 Uhr
Ort:
Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung
Konferenzzimmer
Strohgasse 45/Mezzanin/Tür 2
1030 Wien
Kontakt:
Vera Machat
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung
T +43 1 515 81-7300
vera.machat(at)oeaw.ac.at