
Wie werden historische Großreiche wahrgenommen? Bei der realgeschichtlichen Perspektive geht es um Entstehung, Struktur, Expansion, Wahrgenommen-Werden im Machtgefüge, Niedergang und Zerfall. Ein weiterer Zugang zur Analyse imperialer Mächte ist jener der Rezeptionsgeschichte. Hier stehen Wirkung, Vergessen-Werden bzw. historiographische Präsenz und der moderne Forschungsstand im Zentrum.
Ein viertägiges Symposium mit dem Titel „Empires to bei Remembered – Vergessene Imperien" – es wird vom ÖAW-Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung gemeinsam mit dem Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik der Universität Innsbruck veranstaltet – analysiert und vergleicht historische Großreiche und imperiale Mächte epochen- wie auch kontinenteübergreifend. Behandelt werden dabei u. a. die Theorie des Imperiums, das tschingisidische Reichskonzept und seine Folgen, Großreiche in Europa, die turksprachigen Imperien zwischen China und Anatolien, solche im Mittelmeerraum und in Vorderasien und nicht zuletzt auch die antiken Steppen-Imperien, die Reiche der verschiedenen Amerikas, in Afrika sowie in Südostasien.
Kristian Folta-Schoofs (Hildesheim) hält den Eröffnungsvortrag zum Thema "Die Konstruktion der Erinnerung – Erkenntnisse der neurobiologischen Lern- und Gedächtnisforschung".
Interessent/inn/en sind herzlich willkommen, Eintritt frei, Anmeldung erbeten: inz(at)oeaw.ac.at
Information
Termin:
24. bis 28. November 2015; Eröffnungsvortrag: 15:30 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
1010 Wien
am 24. November: Sitzungssaal der ÖAW, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
25. bis 28. November: Theatersaal der ÖAW, Sonnenfelsgasse 19
Kontakt:
Vera Machat
Tel: +43 1 51581-7300
Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der ÖAW - INZ