
Obwohl Briefwechsel im adeligen und fürstlichen Kontext in der Frühen Neuzeit kein völlig neues Thema darstellen, so bestehen doch im Hinblick auf die persönlichen Briefe der Habsburger - insbesondere zwischen der spanischen und der österreichischen Linie - noch bedeutende Forschungslücken.
Bei einem Workshop zum Thema "In Their Own Hand: Personal Letters in Habsburg Dynastic Networks" werden gerade diese Korrespondenzen aus der Zeit zwischen 1519 und 1700 im Zentrum des Interesses internationaler Historiker/innen stehen. Bei der vom IKT - Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW, dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien und der Fundación Carlos de Amberes (Madrid) veranstalteten Tagung wird es sowohl um Briefwechsel zwischen habsburgischen Familienmitgliedern gehen als auch um Korrespondenzen mit Amtsträger/innen und Vertrauenspersonen, die zur engeren Klientel des Hauses zählten. Dabei sollen verschiedene inhaltliche Aspekte der Briefe in den Fokus genommen werden: die Ausdrucksformen für Emotionen in den Beziehungen zwischen engen Verwandten ebenso wie die Bedeutung von Briefen als Erziehungsmittel und zur Vermittlung von Werten und Praktiken der Dynastie, aber auch die Darstellung von höfischem Leben, Reisen, Frömmigkeit und religiöser Praxis an den beiden habsburgischen Höfen.
Information
Termin:
3. bis 4. Dezember 2015
Ort:
Universität Wien, Marietta-Blau-Saal
Universitätsring 1, Stiege 10, Hochparterre
1010 Wien
Kontakt:
Dr. Cornelia Hülmbauer
Tel: +43 1 51581-3310
Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW - IKT