
Das als "Genschere" bezeichnete CRISPR/Cas9-System hat Medizin und Biotechnologie verändert. Denn mit der nobelpreisgekürten Methode kann man Genome spezifisch erforschen und präzise adaptieren. Trotz vielseitigem Einsatz ist die öffentliche und politische Debatte im Blick auf das Potenzial in der landwirtschaftlichen Züchtung oft widersprüchlich.
Ein Symposium an der Universität für Bodenkultur, das in Kooperation mit der Gregor Mendel Gesellschaft Wien, der ÖAW und dem Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie der ÖAW veranstaltet wird, möchte die neuen Genomik-Technologien verstellen und wirtschaftliche und politische Aspekte erörtern. Die halbtägige Veranstaltung "Neue Genomik-Technologien - ein vielseitiger Werkzeugkasten für die Verbesserung von Kulturpflanzen und Nutztieren" richtet sich an Studierende und Lehrpersonen, Fachleute im Lebensmittel- oder Agrarsektor sowie Interessent:innen im Bereich Biologie, Lebensmittelsicherheit und Biodiversität.
Hauptredner des Symposiums ist Steven Runo, Professor an der Kenyatta Universität Nairobi, Kenia, mit einem Vortrag zum Thema "Leveraging Genome Editing to Enhance Food Security in Africa". Steven Runo forscht an der parasitären Pflanze Striga hermonthica, die in vielen Regionen Afrikas die Ernährungssicherheit und den Lebensunterhalt von Kleinbauern bedroht. Steven Runo hat in wilder Hirse Resistenz-Gene gegen Strige identifiziert und wendet dieses Wissen an, um kultivierte Hirse-Sorten mit Striga-Resistenz auszustatten. Dafür kommen unter anderem auch neue Genomik-Technologien wie Gen Editing zum Einsatz.
Information
Termin:
10. Februar 2025, 14:00 bis 18:00 Uhr
Ort:
Universität für Bodenkultur (BOKU)
Ilse-Wallentin-Haus, Seminarraum 29
Peter Jordan Straße 82
1190 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Univ.-Prof. Hermann Bürstmayr
plant.breeding(at)boku.ac.at
Institut für Biotechnologie in der Pflanzenzüchtung der BOKU und Gregor Mendel Gesellschaft Wien