In der Mitte des ersten Jahrtausends entstanden sowohl im Hinduismus als auch im Buddhismus innovative rituelle Texte und Praktiken, die nur für eine spirituelle Elite bestimmt waren. Erst nach einer Initiation hatten die Auserwählten Zugang zu mächtigen Mantras und tantrischen Ritualen. Erst in jüngerer Zeit mehren sich wissenschaftliche Entdeckungen, die eine signifikante Wirkung tantrischen Wissens auf weite Teile der mittelalterlichen Gesellschaft Südasiens bis hinein in die politische Elite belegen.
Das Symposium „Tantric Communities in Context. Sacred Secrets and Public Rituals“, veranstaltet vom ÖAW-Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens, geht der weitreichenden Wirkung des Tantrismus in Süd(ost)Asien in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends nach. Es verfolgt im Rahmen des Spezialforschungsbereichs VISCOM – Visions of Community ein tieferes Verständnis sozioreligiöser Zusammenhänge. Am Programm stehen neue Erkenntnisse aus tantrischen Textquellen, Ritualhandbüchern sowie der Blick von Zeitgenossen außerhalb jener esoterischen Gemeinschaften.
Weitere Informationen, Programm und Abstracts
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Information
Termin:
5. bis 7. Februar 2015
Ort:
Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens (IKGA)
Apostelgasse 23
1030 Wien
Kontakt:
Dr. Nina Mirnig
Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens
T +43 1 51581-6416