
Es gibt nur wenige Felskunsttraditionen, über die wir mehr wissen als über die Felskunst der Jäger und Sammler im südlichen Afrika. Als Fallstudie ist sie aus mehreren Gründen von globaler Bedeutung. Einer der wichtigsten Gründe ist, dass die Region aufgrund ihrer Kombination aus außergewöhnlichen Felskunststätten und ethnografischen Quellen über San-Gruppen international einzigartig ist. Diese Quellen helfen den Archäolog:innen zu verstehen, welche Bedeutung die Bilder für die älteren, aber verwandten Gesellschaften hatten, die sie geschaffen haben.
David M. Witelson, Archäologe an der Universität Oxford, Marie Skłodowska-Curie Postdoctoral Fellow und School of Archaeology & Lillian Goldman Junior Research Fellow, nimmt bei seinem "World Archaeoloy Seminar" an der ÖAW zum Thema "Hunter-gatherer rock art and cognitive archaeology in South Africa" dieses Forschungsfeld in den Blick, das in den letzten Jahrzehnten entscheidende Impulse aus der Anthropologie erhalten hat. Dies eröffnete die Möglichkeit indigene Sprachen miteinzubeziehen und Metaphern und Redewendungen der Kunst präziser als je zuvor zu interpretieren. Diese frühe "kognitive Archäologie", die kürzlich offiziell als Ideational Cognitive Archaeology (ICA) anerkannt wurde, hatte einen bedeutenden Einfluss auf die Forschung zur späten Steinzeit und Eisenzeit im südlichen Afrika – eine Resonanz, die bis heute anhält.
Information
Termin:
21. Jänner 2026, 17.30 Uhr (CET)
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 3. Stock, Sr 1
Georg-Coch-Platz
1010 Wien
und Online via Zoom
Meeting-ID:624 3506 4620, Kenncode: X9RDzQ
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Xenia Milota
T +43 1 52581-3483
Österreichisches Archäologisches Institut der ÖAW
Hinweis
Diese Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.