
Die Überreste des Limes, der Grenzanlagen des Römischen Reiches, blieben bis ins Mittelalter meist unbeachtet oder dienten als Baumaterial. Mit dem Humanismus erwachte – zunächst das fürstliche – Interesse an Ausgrabungen der Antike, und erst im 18. Jahrhundert verschob sich der Fokus vom antiquarischen Sammeln zu methodisch angelegten Studien. Mit dem 19. Jahrhundert begann schließlich die wissenschaftliche Epoche, in der Vereine, Museen und akademische Institutionen die Limesforschung prägten. Systematische Grabungen, die Einrichtung von Denkmalpflegeorganisationen und die Gründung der Limeskommissionen in Österreich und Deutschland führten zu einer Professionalisierung und Internationalisierung der Forschung. Damit wurde der Grundstein für die moderne Auseinandersetzung mit dem römischen Erbe an der mittleren Donau gelegt.
Auf Einladung der Gesellschaft der Freund der ÖAW gibt der Klassische Archäologe René Ployer einen Überblick über diese Entwicklung. Sein Vortrag "Die Limesforschung an der mittleren Donau. Von den Anfängen bis zum Ende der Donaumonarchie" startet mit mittelalterlichen Chroniken und führt schließlich bis zu den systematischen Untersuchungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. René Ployer forschte im hellenistischen Palmyra (Syrien) und ist seit 2004 Mitarbeiter am Bundesdenkmalamt, Abteilung für Archäologie. Er ist Mitverfasser des Donaulimes-Welterbe-Nominierungsdossiers und Mitglied des Europae Archaeologiae Consilium (EAC).
Anmeldung erbeten per Mail an andrea.traxler(at)oeaw.ac.at
Information
Termin:
11. Dezember 2025, 19:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Andrea Traxler
T: +43 1 51581-1510
Mobil: +43 664 8051511510
Gesellschaft der Freunde der ÖAW