
Die landwirtschaftlichen Weidegemeinschaften im Himalaya stehen vielerorts vor großen Herausforderungen wie Abwanderung und Verslust der traditionellen Lebensweisen. Die Medizinanthropologin an der Universität Oslo Heidi Fjeld hat in solchen Gemeinschaften im westlichen Bhutan ethnografische Feldforschung betrieben und kreative Ansätze zum Erhalt des ländlichen Lebens dokumentiert. Diese stellt sie auf Einladung des Instituts für Sozialanthropologie der ÖAW bei einer ISA International Guest Lecture zum Thema "Shifting rural spaces in the high Himalayas: Cosmopolitics, food and future-making in rural western Bhutan" vor.
Im Zentrum ihres Vortrags steht die sich wandelnde Beziehung zwischen Mensch und Tier, insbesondere zum Yak. Yaks spielen nach wie vor eine zentrale Rolle für die Haushalte, die Wirtschaft und das rituelle Leben. Doch neue Sensibilitäten in Bezug auf Schlachtung und Vegetarismus stellen diese Verbundenheit in Frage. Heidi Fjeld beleuchtet, wie der Verzehr von Yakfleisch und die rituelle Verwendung von Yakrippen inmitten sich wandelnder politischer Rahmenbedingungen, moralischer Sensibilitäten und Abwanderung vor Ort verhandelt werden.
Information
Termin:
26. März 2026, 16:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 4. Stock, Besprechungsraum 4
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
sozialanthropologie(at)oeaw.ac.at
Institut für Sozialanthropologie der ÖAW