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Der empirische Wert des Wandels: Mit Längsschnittdaten Vergangenheit verstehen und Zukunft gestalten

Wie lässt sich gesellschaftlicher Wandel empirisch erfassen? Der Vortrag zeigt, wie Längsschnittstudien wie das SOEP gesellschaftliche Entwicklungen dokumentieren und zukunftsfähig weiterentwickelt werden.

Wednesday 21.10.2026 06:10 pm
Sabine Zinn SOEP-Direktorin Sozio-oekonomisches Panel
©Szinn

Gesellschaftlicher Wandel beeinflusst Lebensverläufe, soziale Ungleichheiten und politische Herausforderungen. Längsschnittdaten bieten eine einzigartige Grundlage, um Ursachen und Folgen solcher Veränderungen empirisch zu untersuchen. Nationale Studien wie das deutsche SOEP oder die US-amerikanische PSID sowie internationale Erhebungen wie SHARE machen gesellschaftliche Entwicklungen über Jahrzehnte hinweg vergleichbar. Der Vortrag zeigt, wie diese Daten helfen, vergangene Entwicklungen zu verstehen und evidenzbasierte Politik zu unterstützen. Zugleich werden aktuelle Herausforderungen für Längsschnittstudien beleuchtet. Am Beispiel der Weiterentwicklung des SOEP werden neue Ansätze vorgestellt – darunter häufigere Erhebungen, adaptive Stichproben und schnellere Datenaufbereitung –, um gesellschaftliche Veränderungen künftig zeitnäher und flexibler zu erfassen.

Der Vortrag von Sabine Zinn, Direktorin des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin, zeigt am Beispiel der Weiterentwicklung des SOEP, wie häufigere Erhebungen, adaptive Stichproben und flexible Befragungsmodule eine zeitnähere Beobachtung gesellschaftlicher Entwicklungen ermöglichen. So können Längsschnittstudien gesellschaftlichen Wandel künftig nicht nur dokumentieren, sondern auch evidenzbasiert zu seiner Gestaltung beitragen.

Information

 

Termin:
21. Oktober 2026, 18:00 Uhr

Ort: 
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Festsaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien

Kontaktperson:
Stefanie Fritsch
T: +43 1 51581-1203
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)