Der empirische Wert des Wandels: Mit Längsschnittdaten Vergangenheit verstehen und Zukunft gestalten

Gesellschaftlicher Wandel beeinflusst Lebensverläufe, soziale Ungleichheiten und politische Herausforderungen. Längsschnittdaten bieten eine einzigartige Grundlage, um Ursachen und Folgen solcher Veränderungen empirisch zu untersuchen. Nationale Studien wie das deutsche SOEP oder die US-amerikanische PSID sowie internationale Erhebungen wie SHARE machen gesellschaftliche Entwicklungen über Jahrzehnte hinweg vergleichbar. Der Vortrag zeigt, wie diese Daten helfen, vergangene Entwicklungen zu verstehen und evidenzbasierte Politik zu unterstützen. Zugleich werden aktuelle Herausforderungen für Längsschnittstudien beleuchtet. Am Beispiel der Weiterentwicklung des SOEP werden neue Ansätze vorgestellt – darunter häufigere Erhebungen, adaptive Stichproben und schnellere Datenaufbereitung –, um gesellschaftliche Veränderungen künftig zeitnäher und flexibler zu erfassen.
Der Vortrag von Sabine Zinn, Direktorin des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin, zeigt am Beispiel der Weiterentwicklung des SOEP, wie häufigere Erhebungen, adaptive Stichproben und flexible Befragungsmodule eine zeitnähere Beobachtung gesellschaftlicher Entwicklungen ermöglichen. So können Längsschnittstudien gesellschaftlichen Wandel künftig nicht nur dokumentieren, sondern auch evidenzbasiert zu seiner Gestaltung beitragen.
Information
Termin:
21. Oktober 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Festsaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien
Kontaktperson:
Stefanie Fritsch
T: +43 1 51581-1203
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)