Back

Der ägyptische Tempel als Ursprung der Welt und Horizont auf Erden

Der Ägyptologe Martin Andreas Stadler von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg stellt bei einem Vortrag der Reihe "Kulturen und Sprachen des Altertums" des Österreichischen Archäologischen Instituts der ÖAW den Tempel des Horus Behedety in Edfu und seine Bedeutung zum Verständnis der ägyptischen Tempeltradition vor.

Tuesday 24.03.2026 06:03 pm
Blick aus dem Barkensanktuar des Horus-Tempels von Edfu © Horus Behedety-Projekt der Universität Würzburg

Die Priesterschaft eines jeden Tempels, die etwas auf sich und die eigenen Traditionen hielt, erklärte den eigenen Ort zum Ursprung der Welt. In Ägypten ist hier Heliopolis am berühmtesten geworden, aber von dem ehemals gigantischen Tempel in der Nähe des heutigen Kairo ist so gut wie nichts erhalten geblieben. Anders sieht es mit dem fast vollständig erhaltenen Horus-Tempel von Edfu aus. Der Tempel des Horus Behedety in Edfu ist nahezu vollkommen erhalten. Deshalb gilt er als das Abbild eines typischen ägyptischen Tempels. Seine Wände sind vollständig mit einem komplexen, intermedialen System aus Inschriften und paratextuellen Bildern in Relief überzogen. Das Inschriftenkorpus erlaubt damit einzigartige Einblicke in die priesterliche Textwerkstatt und ihren Umgang mit einer jahrtausendealten Tradition.

Auf Einladung des Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI) der ÖAW stellt der Ägyptologe Martin Andreas Stadler von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg bei einem Vortrag zum Thema "Der ägyptische Tempel als Ursprung der Welt und Horizont auf Erden: Das Beispiel des Horus-Tempels von Edfu" die Bedeutung des Tempels auf Basis der Inschriften und Reliefszenen vor. 

Zu den Veranstaltungen des ÖAI

Information

 

Termin:
24. März 2026, 18:00 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse 3. Stock, SR 1
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
oeai-event(at)oeaw.ac.at
Österreichisches Archäologisches Institut der ÖAW