
Mit der Ausrufung der Republik Österreich am 12. November 1918 ändert sich auch der Status der Hoftheater. Die staatliche Verwaltung übernimmt Ende November die beiden Theater und überführt sie aus dem kaiserlichen Hofärar ins Budget der jungen Republik. Schon die sich wandelnde Adresse des Burgtheaters zeigt die politischen Umbrüche: Aus dem "Franzensring", der offiziellen Adresse des Hofburgtheaters, wird der "Ring des 12. November". Das "k. k. Hofburgtheater" – wie es in goldener Inschrift am Haus bis heute heißt – tauscht seine kaiserliche Adresse mit der republikanischen. Seine Aufgabe liegt nun nicht mehr in der Repräsentation des Herrscherhauses und der plurikulturellen Monarchie, sondern muss neu definiert werden.
Die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Großegger beleuchtet Repräsentation, demokratische Öffentlichkeit und österreichische Identität im Zeitraum zwischen 1918‒1938 im Band "Das Burgtheater in der Ersten Republik". Der Band ist im ÖAW-Verlag erschienen und enthält auch Beiträge Katharina Wessely und Michaela Kuklova. Das Institut für Kulturwissenschaften der ÖAW lädt zur Präsentation dieses Bandes in den Theatersaal der ÖAW ein.
Information
Termin:
9. Juni 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Mag. Caroline Hofer
T: +43 1 51581-3310
Institut für Kulturwissenschaften der ÖAW