
Der Entsatz von Wien 1683 ist ein Schlüsselereignis der europäischen Geschichte und bis heute einer der umstrittensten Gedächtnisorte Zentraleuropas. Über fast 350 Jahre wurden die historischen Fakten durch religiöse, nationale, islamfeindliche und antisemitische Deutungen überlagert. Dieses vielschichtige Gedächtnis ist politisch so brisant wie damals, wie die geplante, aber nicht realisierte Errichtung eines Sobieski-Denkmals 2018 am Kahlenberg zeigt.
Das Buch erscheint am 20. September im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und beleuchtet die Geschichte des Entsatzes von Wien sowie dessen Erinnerung aus österreichischer und polnischer Perspektive. Es untersucht, wie Kirche, Politik, Wissenschaft und Medien das Bild der Befreiung Wiens von der osmanischen Belagerung für identitätspolitische Zwecke nutzten.
Information
Termin:
24. September 2026, 19:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien
Kontakt:
Mag. Caroline Hofer
T: +43 1 51581-3310
Institut für Kulturwissenschaften der ÖAW